Erstellt am 24. Oktober 2013, 12:58

Forscher in Österreich gehören zu den mobilsten. Wissenschafter an österreichischen Forschungseinrichtungen gehören zu den international mobilsten. Das zeigt das neue "OECD Science, Technology and Industry Scoreboard 2013".

Noch mobiler sind nur die Forscher in der Schweiz (19 Prozent) und Hongkong (18 Prozent). Verhältnismäßig wenig Auslandserfahrung sammeln Forscher in China (drei Prozent), Japan (fünf Prozent), Südkorea und den USA (je sieben Prozent).

Die USA sind dafür jenes Land, das am stärksten am internationalen Forscheraustausch beteiligt ist: Die neun größten "Forscher-Ströme" zwischen zwei Ländern führen in die USA bzw. aus den USA heraus.

Interessantes Detail: Obwohl die "Zuflüsse" in die Vereinigten Staaten höher sind als die "Abflüsse", begeben sich mehr Forscher, die in den USA angefangen haben zu publizieren, nach China und Südkorea als umgekehrt. Dies dürfte an der Vielzahl an Studenten aus diesen Ländern an US-Unis liegen, die nach dem Beginn ihrer Forscherkarriere wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Großbritannien ist die am zweitstärksten vernetzte Volkswirtschaft. Österreich scheint in der Statistik vor allem als neue Forschungsheimat vieler Wissenschafter aus Deutschland auf.

Bei den international mobilen Forschern wird noch einmal unterschieden: "Rückkehrer" sind Wissenschafter, die schon einmal im Land ihrer derzeitigen Wirkungsstätte geforscht haben und nach einem Auslandsaufenthalt wieder zurückkommen, "Neuzugänge" haben ihre Karrieren dagegen woanders begonnen. In Österreich überwiegt der Prozentsatz der Rückkehrer (8,6 Prozent) knapp jenen der Neuzugänge (6,3 Prozent), in der Schweiz ist es umgekehrt (Rückkehrer: 8,5 Prozent, Neuzugänge: 10,8 Prozent).