Erstellt am 25. Januar 2012, 14:27

FP-Chef Strache wird Ehrenzeichen annehmen. FPÖ-Parteichef Strache wird das per Ministerratsbeschluss angekündigte Ehrenzeichen der Republik Österreich "selbstverständlich" annehmen.

"Ich werde den Orden aber nicht öffentlich zur Schau stellen", erklärte Strache. Tags zuvor hatte Generalsekretär Vilimsky anlässlich der Verleihung von Ehrenzeichen an Regierungsmitglieder noch von einem "Schlag ins Gesicht der Bevölkerung" gesprochen.

Generalsekretär Vilimsky habe nur beleuchten wollen, dass es ein eigenartiges Verhalten der Regierungsmitglieder sei, sich "vor dem Opernball gegenseitig Orden zu verleihen, um nicht nackt erscheinen zu müssen", argumentierte Strache. Angesichts der steigenden Staatsschulden, dem Verlust des Triple AAA und der "tollen" Arbeit, die die Regierung sonst noch geleistet habe, sei es eine Provokation, sich Orden umzuhängen.

Er selbst verdiene das Ehrenzeichen wegen seiner mehrjährigen Wiener Landtagstätigkeit, betonte Strache: "Eigentlich wäre es mir schon vor sechs Jahren zugestanden". Den Orden nicht anzunehmen, sei keine Alternative, sagte der FPÖ-Chef: "Die eitlen Pfauen von Rot-Schwarz würden ihn ja trotzdem tragen". Zudem werde damit jahrelange Oppositionspolitik honoriert. Strache soll das "Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern" erhalten.

Dem Kärntner Landeshauptmann Dörfler (FPK) ist am Mittwoch in der Hofburg von Bundespräsident Fischer das "Große Silberne Ehrenzeichen am Bande" für Verdienste um die Republik Österreich überreicht worden. Fischer bezeichnete die Ehrung als symbolischen Dank für die Mitwirkung Dörflers an der Ortstafel-Lösung sowie für ein Jahrzehnt der Regierungsverantwortung in Kärnten. Der Landeshauptmann verwies auf das Engagement Fischers für die Ortstafellösung und betonte, dass es dazu auch Partnerschaften und Freundschaften gebraucht habe, wie jene mit Staatssekretär Ostermayer.