Erstellt am 01. Juni 2015, 12:40

FPÖ auch bei den Gemeinden Gewinner. Dass SPÖ und ÖVP bei der Landtagswahl am Sonntag kräftige Verluste hinnehmen mussten, findet auch in den Gemeindeergebnissen seinen Niederschlag.

FPÖ-Spitzenkandidat Hans Tschürtz am Sonntag (31. Mai 2015) während einer Wahlfeier nach den burgenländischen Landtagswahlen in Eisenstadt.  |  NOEN, APA/Robert Jäger
So stand bei den Sozialdemokraten nur in 16 der 171 Kommunen am Wahlabend ein Plus vorm Ergebnis, die Volkspartei verbuchte in 19 Gemeinden Zuwächse. Gewinner waren auch hier die Freiheitlichen, die in 167 Gemeinden zulegten.

Den prozentuell höchsten Zugewinn erzielte die SPÖ in ihrer Hochburg Tschanigraben. In Burgenlands kleinster Gemeinde gab es für die Roten ein Plus von 9,8 Prozentpunkten. Das größte Minus (-16,1 Prozentpunkte) gab es in Winden am See, wo mit Abg. Erwin Preiner ein Sozialdemokrat als Ortschef amtiert.

Die Volkspartei legte in Oberloisdorf mit plus 12,2 Prozent am meisten zu. In Marz verloren die Schwarzen mit minus 19,1 Prozentpunkten am stärksten.

Nur vier Orte mit blauen Verlusten

Um Verlustgemeinden bei den Blauen zu finden, muss man schon auf das Ende der Auswertung blicken. Zu den nur vier Orten, in denen der Anteil der FPÖ-Wähler zurückging, gehörte allerdings auch Loipersbach. In der Heimatgemeinde von Parteiobmann Johann Tschürtz setzte es ein Minus von 0,7 Prozentpunkten. Den stärksten Zugewinn im Ausmaß von 15,3 Prozentpunkten verzeichneten die Freiheitlichen in Rauchwart, Schlusslicht ist Potzneusiedl mit minus 1,1 Prozent.

Auch die Grünen legten in Gemeinden zu

Auch die Grünen konnten in den Kommunen überwiegend zulegen: Nur in acht Gemeinden schenkten ihnen verhältnismäßig weniger Bürger das Vertrauen als bei der Landtagswahl 2010. In Hannersdorf gab es mit 5,8 Prozentpunkten den größten Zuwachs. Ausgerechnet in Schützen am Gebirge, wo die Grünen heftig den Bau der Umfahrungsstraße angeprangert hatten, gab es mit minus 1,5 Prozentpunkte den landesweit größten Verlust.

LBL mit durchwachsenem Ergebnis

Durchwachsen präsentierte sich die Bilanz des Bündnis Liste Burgenland (LBL). Neben Zuwächsen in 128 Gemeinden stand bei 43 Orten am Ende ein Minus vor dem Ergebnis. Spitzenkandidat Manfred Kölly konnte in seiner Heimatgemeinde Deutschkreutz um 7,8 Prozentpunkte zulegen und damit den größten LBL-Zuwachs einfahren. In Bad Sauerbrunn, wo mit Ortschef Gerhard Hutter ebenfalls ein Unterstützer des Bündnisses amtiert, fiel der Verlust mit 9,3 Prozent landesweit am kräftigsten aus.

Bei den NEOS und der Christlichen Partei Österreichs (CPÖ), die am Sonntag zum ersten Mal bei der Landtagswahl antraten, gibt es noch keine Vergleichswerte. Ihr stärkstes Ergebnis verbuchten die Pinken in Neusiedl am See mit 5,5 Prozentpunkten. In zwei Gemeinden konnten sie keinen einzigen Wähler überzeugen. Die CPÖ erreichte in Oberdorf 2,2 Prozent. Die Partei hatte nur in sechs der sieben Wahlbezirke kandidiert, nachdem man im Bezirk Oberpullendorf nicht die notwendigen Unterstützungserklärungen aufgebracht hatte.

Alle Ergebnisse auf einen Blick: