Erstellt am 21. Februar 2014, 17:50

FPÖ Burgenland geht mit Tschürtz in Landtagswahl. Während im Mai die EU-Wahl ansteht, haben Burgenlands Freiheitliche bereits die Kandidaten für die nächste Landtagswahl gekürt.

FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz brachte eine Anzeige wegen Wahlbetrugs ein.  |  NOEN
Parteiobmann Johann Tschürtz, der wieder als Spitzenkandidat antritt, gab am Freitag in Eisenstadt die Listenreihung bekannt. Der FPÖ-Chef rechnet sich "berechtigte Chancen" aus, dass nach dem kommenden Urnengang fünf statt bisher drei Freiheitliche im Landtag sitzen.

Benkö und Kovasits folgen Tschürtz

Die Entscheidung über das Team war im Landesparteivorstand gefallen. "Wir wollen eine Olympiamedaille im Mannschaftsbewerb erreichen", erklärte der Tschürtz und fügte hinzu: "Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen. Das ist uns sehr wichtig." Nach ihm folgen auf der Liste die beiden anderen derzeitigen Landtagsabgeordneten Ilse Benkö und Gerhard Kovasits.

Auf Platz vier kandidiert der im Vorjahr nach den Turbulenzen beim Landesparteitag in Oberschützen als Landesparteisekretär abgelöste Geza Molnar. Er habe mit Molnar "ein sehr konstruktives Gespräch" gehabt, nun wolle man die Kräfte bündeln, sagte Tschürtz. Auf Platz fünf folgt der Oberpullendorfer Bezirksparteiobmann Roland Kozonits.

Sicherheit, Familie und Heimat als Hauptthemen

Als Hauptthemen der FPÖ nannte Tschürtz die Bereiche Sicherheit, Familie und Heimat in Verbindung mit dem Thema Arbeitsplätze. Die Freiheitlichen wollten im Burgenland 70 statt 50 Polizeiinspektionen. "Wir Freiheitliche wollen allen Burgenländern ein Quartier geben", alle anderen Parteien würden dies nicht tun, erklärte Tschürtz.

"Grabenkämpfe" seien nicht mehr zu schlichten

Der FPÖ-Obmann sprach sich für ein Kombilohnmodell aus, das es in Deutschland bereits gebe. Dabei sollen die Firmen das Grundgehalt zahlen und das Land die Differenz "zum definierten Mindesteinkommen, das ein Burgenländer braucht, um überhaupt leben zu können" zuschießen. Im Burgenland wollen die Freiheitlichen "für Arbeitsplätze für unsere eigenen Burgenländer" sorgen, so Tschürtz.

Schon im Herbst könne es die Wahl geben, begründete der FPÖ-Obmann die frühe Kandidatenfestlegung: "Wir wissen nicht, wie sich die Causa Niessl entwickelt, wie es in der ÖVP Burgenland ausschaut." In der Volkspartei ortet Tschürtz "Grabenkämpfe", die aus seiner Sicht nicht mehr zu schlichten seien: "Wir sind bereit zum Durchstarten, egal, was in der ÖVP passiert oder egal, was in der SPÖ passiert."