Erstellt am 18. September 2015, 13:26

von APA/Red

FPÖ Burgenland öffnet sich für Parteifreie. Unter anderem soll es bei der nächsten Gemeinderatswahl die Möglichkeit geben, "als Parteifreier mit der Freiheitlichen Partei zu kandidieren", erklärte FPÖ-Obmann Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz am Freitag in Eisenstadt.

Mittwoch 3. Juni 2015 in Eisenstadt. Foto: APA/Hans Punz  |  NOEN, APA/Hans Punz
Die FPÖ Burgenland verstehe sich als "eine moderne Volkspartei". Die FPÖ habe sich bei der Regierungsarbeit zum Ziel gesetzt, "überparteilich mit Verantwortungsbewusstsein den starren Proporz zu verdrängen: Es wird auf jeden Fall nicht jeder ÖVP-ler gegen einen Freiheitlichen ausgetauscht - das wird es bei uns nicht geben. Die Qualifikation ist ausschlaggebend", so Tschürtz.

In den kommenden Monaten wollen man Gespräche führen mit parteifreien Personen und Listen. Eine Werbekampagne über diese Öffnung der Partei werde man in den nächsten Wochen präsentieren.

Im Vorfeld der Partei habe es diese Öffnung Außenstehenden gegenüber immer schon gegeben, etwa bei der Polizeigewerkschaft AUF, so Klubobmann Gerhard Kovasits. Die Bevölkerung soll das Gefühl bekommen, dass sie wirklich mitwirken und etwas verändern könne. "Weil bis jetzt raunzen's, aber es engagiert sich niemand, weil er Angst hat, dass er da Mitglied werden muss oder sonst irgendwie einen Stempel der Partei aufgedrückt kriegt. Und das wird es in Zukunft nicht mehr geben."

"Ein Parteifreier hat natürlich nicht die Möglichkeit wie ein Parteimitglied", erläuterte Tschürtz: "Das heißt, er wird nie Delegierter werden können" und werde kein Mitbestimmungsrecht haben, wenn es etwa darum gehe, einen Bezirksparteiobmann oder andere Funktionen zu wählen.