Erstellt am 11. Mai 2016, 14:37

von Wolfgang Millendorfer

FPÖ Burgenland reagiert auf rechtsextremes Posting. Auf ein Kommentar von Satirikerin Stefanie Sprengnagel wurde auf der Facebook-Seite der FPÖ-Burgenland mit einem „Gaskammer“-Posting geantwortet. Landessekretär Ries: „Für so etwas haben wir nichts übrig.“

FPÖ-Landesparteisekretär Christian Ries.  |  NOEN, zvg
Unter dem Namen Stefanie Sprengnagel sorgt die Autorin und Satirikerin Stefanie Sargnagel derzeit laufend für Aufregung in FPÖ-Kreisen.

Ihr jüngstes Facebook-Posting hatte auch Reaktionen auf der Seite der FPÖ-Burgenland zur Folge. Ein rechtsextremer Kommentar war acht Stunden lang auf der Facebook-Seite zu lesen, bevor es von Landesparteisekretär Christian Ries gelöscht wurde.

Die Vorgeschichte: Auf die Abtreibungs-Debatte im TV-Duell zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer antwortete Sprengnagel via Facebook: „Ich glaub, ich setz die Pille ab, nur damit ich noch ein paar Mal abtreiben kann, bevor Hitler Bundespräsident wird.“ Auf der FPÖ-Burgenland-Seite antwortete ein Poster: „Leider hat Hitler Sprengnagel vergessen für die g…Kammer.“

„Administration schwierig“

Warum das Posting erst nach acht Stunden gelöscht wurde, erklärt Landesparteisekretär Christian Ries, der durch einen Medienbericht darauf aufmerksam wurde, im Gespräch mit der BVZ: „Ich war an diesem Tag auf einem Seminar und hatte keinen Einblick in die Facebook-Seite. Bei so vielen Postings ist es schwierig, die Seite rund um die Uhr zu administrieren.“

Inzwischen antwortete die FPÖ-Burgenland ihrerseits mit einem Posting auf den Vorfall (siehe Bild). Gegenüber der BVZ betont Ries: „Jeder, der die FPÖ-Burgenland kennt, weiß, dass wir für so etwas nichts übrig haben. Wenn ich Sympathisant der FPÖ bin, sollte ich auch daran denken, dass so etwas für die FPÖ nicht gut ist.“

Den Verfasser des rechtsextremen Postings konnte die FPÖ bislang nicht ausmachen. Vorerst geht man von keiner strafrechtlich relevanten Tat aus.