Erstellt am 09. Januar 2013, 11:46

FPÖ-Chef Strache warnt vor "Migrantenarmee". FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache erwartet bei der Volksbefragung am 20. Jänner ein Votum für die Wehrpflicht.

Das wäre im Sinne der FPÖ, und Strache warnte indes bei einer Pressekonferenz am Montag unter anderem vor einer "Migrantenarmee". In einem Rundumschlag zum Jahresauftakt attackierte Strache weiters die "Zwangsgebühren" des ORF und forderte vorgezogene Neuwahlen im Bund. Strache warnte eindringlich vor einem Berufsheer, das auf lange Sicht eine Debatte über einen NATO-Beitritt bedeute und außerdem Gefahr laufe, zu einer "Migrantenarmee" zu verkommen oder sich aus "Schwerkriminellen" zu rekrutieren, da es zu wenige Bewerber geben werde. Die Grundwehrdienerausbildung gehöre "einsatzorientiert" gestaltet, das Verteidigungsbudget aufgestockt, fasste er die FPÖ-Positionen zusammen.

Von der Regierung erwartet der FP-Chef nach dem 20. Jänner nur mehr "Stillstand" und plädiert daher dafür, die Nationalratswahlen schon im Frühling abzuhalten. Strache will "deutlich über 20 Prozent" einfahren und "bestimmende Kraft" und Kanzler werden. Dafür hat er schon einige Versprechungen im Talon: So werde er die ORF-"Zwangsgebühren" abschaffen. Dem ORF sind die Blauen generell nicht grün, aktuell erbost Strache, dass beim "Bürgerforum" am Dienstagabend für die Opposition lediglich die Wehrsprecher zu Wort kamen.

Klagen will Strache SPÖ-Geschäftsführer Kräuter, weil dieser ihn in einer Aussendung gemeinsamer Geschäfte mit dem früheren FPÖ-Werber Gernot Rumpold geziehen hatte. Bei dieser Firma im Zahntechniksektor seien insgesamt fünf Gesellschafter an Bord gewesen, es habe sich um private Geschäfte gehandelt, die überdies schon längst Geschichte seien. "Er verleumdet permanent und gezielt", so Strache über Kräuter, den er "den Tölpel vom Dienst" nannte.