Erstellt am 10. Januar 2013, 13:04

FPÖ für Beibehaltung von Wehr- und Zivildienst. Für die Beibehaltung von Wehr- und Zivildienst hat sich am Donnerstag die FPÖ Burgenland ausgesprochen.

Géza Molnár (FPÖ)  |  NOEN
Das "Aus" für die Wehrpflicht wäre sicherheits- und demokratiepolitisch "ein großer Fehler" und würde Österreich unweigerlich in ein internationales Militärbündnis führen, argumentierten Landesparteisekretär Geza Molnar und LAbg. Ilse Benkö in Oberwart. Beide forderten eine Reform und damit verbunden eine Aufwertung des Grundwehrdienstes.

„Kritik am Wehrdienst ist verständlich, wenn Hauptaktivitäten oft darin bestehen, in der Kaserne Unkraut zu zupfen, saubere Autos zu waschen, Skipisten zu treten oder einfach irgendwie die Zeit totzuschlagen“, so Benkö in einer Aussendung. Die FPÖ-Abgeordnete trat dafür ein, Grundwehrdienern ergänzende Bildungsmaßnahmen anzubieten, die sie für den weiteren Lebensweg brauchen könnten.

Beim Katastrophenschutz wünscht sich Benkö einen eigenen Schwerpunkt: „Es kann nicht schaden, wenn alle Grundwehrdiener grundlegende Handgriffe und Fertigkeiten erlernen, die man zu Hause bei Feuerwehr oder Rotem Kreuz benötigen kann."

Auf ausdrückliche Ablehnung bei den Freiheitlichen stößt ein soziales Jahr. Aufgrund europarechtlicher Vorgaben müsste dieser Sozialdienst allen EU-Bürgern zugänglich sein, diese hätten nach Ableistung des Jahres auch Zugang zum österreichischen Sozialsystem, argumentierte Molnar.