Erstellt am 19. Dezember 2011, 12:25

FPÖ für Lehrerausbildung beim Wissenschaftsressort. Die FPÖ will, dass mit der Einführung einer gemeinsamen Ausbildung für Pädagogen alle Lehrerausbildungsstätten dem Wissenschaftsministerium unterstellt werden.

"Um neue Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung zu vermeiden, sollte die 'Lehrerbildung NEU' jedenfalls - wie jede akademische Ausbildung - dem Wissenschaftsressort untergeordnet werden", so Bildungssprecher Walter Rosenkranz am Montag.

Derzeit wird nur die Lehrerausbildung für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) an den Unis vom Wissenschaftsministerium verwaltet. Die Pädagogischen Hochschulen (PH), wo Volks-, Haupt- und Sonderschullehrer auf den Job vorbereitet werden, unterstehen indes dem Unterrichtsministerium. Laut den Reformplänen von Unterrichtsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Töchterle sollen PH und Unis sich künftig gemeinsam um die Lehrerausbildung kümmern, wobei je nach regionalen Voraussetzungen entweder Unis die Federführung übernehmen und Lehrerausbildung an einer "School of Education" anbieten oder aber PH zu "Pädagogischen Universitäten" aufgewertet werden. Die Frage, welches Ministerium künftig verantwortlich sein wird, ist noch offen.

Rosenkranz übt nicht nur Kritik an der vorerst weiter unterschiedlichen Ressortzugehörigkeit von PH und Unis. Er tritt überhaupt für eine Zusammenlegung von Unterrichts- und Wissenschaftsressort in einem Ministerium ein.

Gleichzeitig warnt er Schmied vor Freude über die steigende Zahl der PH-Studenten. Er äußerte Befürchtungen, dass wegen des Lehrermangels die PH "viele Studenten" aufnähmen, "die für den Lehrerberuf eigentlich nicht geeignet wären". Schmied müsse aber nicht nur den Engpass bei den Lehrern bewältigen, "sondern auch unter möglichst wenig Qualitätseinbußen bei der Lehrerausbildung", so Rosenkranz.