Erstellt am 23. August 2013, 14:02

FPÖ präsentierte Film über Ausländer-Volksbegehren. Die FPÖ und ihr Parteichef Heinz-Christian Strache haben 20 Jahre nach dessen Abhaltung ihr Ausländer-Volksbegehren "Österreich zuerst" mit einem Film gewürdigt - und zeitgerecht im Wahlkampf ihre Forderungen zum Thema Zuwanderung präsentiert.

Die Vorführung des 15-Minüters in der Wiener Lugner City wurde von einer Handvoll Gegendemonstranten gestört. Auch Hausherr Richard Lugner war anwesend.

"Über 400.000 mutige Österreicher und Österreicherinnen" hätten das Volksbegehren vor 20 Jahren unterzeichnet, erinnerte sich Strache, dennoch sei die Situation "schlechter" geworden.

Bedrohlich sollten die Bilder dann auch im Film wohl wirken: Muslime beim Beten, Döner-Stände und Kopftuch tragende Frauen beherrschten die Szenen. Die freiheitlichen Urgesteine Hilmar Kabas und Andreas Mölzer sinnierten dazupassend über "Umvolkung" und "Überfremdung".

"Der Film wird sicher einigen Personen nicht gefallen, denn er zeigt die ungeschminkte Wahrheit", war sich Strache dann auch nach der Vorführung sicher. Dennoch handle es sich dabei nicht um "Ausländerfeindlichkeit", auch unter Migranten gebe es "anständige" und "unanständige" Menschen.

Auch die Frage nach dem erwarteten Ausländerwahlkampf nahm der FPÖ-Chef gleich vorweg: "Grundsätzlich natürlich nein - aber es ist ein wichtiges Thema."

"Inländerfreundlich" - wie es die FPÖ nennt - lauten auch die Forderungen zur Zuwanderung. So will Strache einen vorläufigen Zuwanderungsstopp aus Drittstaaten, Beschränkungen bei der Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger und befristeten Aufenthalt für Gastarbeiter.

Über straffällig gewordene Ausländer würde Strache zudem ein Aufenthaltsverbot in Österreich verhängen. Der Film "20 Jahre Österreich zuerst" ist ab Freitag auf YouTube zu sehen.

Während der Vorführung versuchten an die zehn Gegendemonstranten mit der Parole "Nieder mit der FPÖ!" den Kinosaal zu stürmen, gröbere Zwischenfälle gab es jedoch keine.