Erstellt am 10. März 2013, 23:08

FPÖ-Präsidium demonstrierte Geschlossenheit. Das Parteipräsidium der FPÖ hat nach der fünfeinhalbstündigen Sitzung am Sonntagabend Geschlossenheit demonstriert. Konkrete personelle Konsequenzen nach den verlorenen Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich habe es vorerst keine gegeben, sagte Bundesparteichef Strache. Er will bei der Nationalratswahl im Herbst trotz der derzeitigen Situation "stärkste und bestimmende Kraft werden".

"Was wir brauchen ist eine ganz starke und geschlossene FPÖ", beteuerte Strache, der von mehreren Präsidiumsmitgliedern gesäumt wurde. Darunter auch die nach der Landtagswahl umstrittene niederösterreichische Parteichefin Barbara Rosenkranz. Auch diese betonte, fest im Sattel zu sitzen. Man werde die Landespartei " breit aufstellen" und junge Kräfte hereinhohlen. "Ich bin sicher, dass das praktiziert wird - unter meiner starken Führung."

Auch Strache bekräftigte den von ihm gewünschten Kurs, die Partei zu erneuern und personell neu aufzustellen. Dies werde auch in Kärnten geschehen, wo die dortigen Freiheitlichen eine historische Niederlage erlitten haben. Der dort eingesetzte, geschäftsführende Parteiobmann Christian Ragger sei gerade dabei, die dahin gehenden Weichen zu stellen. Was mit den noch amtierenden Regierungsmitgliedern Gerhard Dörfler und Harald Dobernig geschehe, sei eine "interessante Frage".

"Die FPK ist ein Kooperationspartner, der seine Eigenständigkeit hat", betonte Strache. Man werde als "gemeinsame freiheitliche Familie" den "Erfolgsweg sicherstellen". Mit konkreten guten Ratschlägen für die Kärntner hielt sich Strache aber diesmal zurück.

Die informelle Präsidiumssitzung Sonntagabend sei nur eine Vorbereitung auf die reguläre Zusammenkunft am kommenden Mittwoch gewesen, so Strache. Diese und ein angekündigter Bundesparteivorstand würden dann weitere Schritte regeln.