Erstellt am 10. Mai 2013, 13:12

FPÖ startet Wahlkampf. Die FPÖ startet nach Abschluss der Landtagswahlen nahtlos in den Nationalratswahlkampf. Eine ab Montag laufende "Zwischenkampagne" mit den Schwerpunkten EU und Gerechtigkeit stellte Parteichef Strache am Freitag vor.

Als Ziel gab Strache an, mit der FPÖ im Herbst zur "stärksten und bestimmenden" Partei zu werden.

Die Plakate zeigen Strache im Kreise glücklicher Familien, Jugendlicher und Senioren, dazu Botschaften wie "Mit ihm gibt's gute Chancen für unsere eigene Jugend " und "Mit ihm kommt Österreich zuerst statt EU- und Euro-Wahnsinn". Man setzte auf Positiv-Themen, meinte Strache. Er behielt sich aber vor, die blauen Klassiker "Ausländer" und "Asylmissbrauch" später im Wahlkampf stärker zu betonen. Auf Botschaften in Reimform hat man diesmal verzichtet.

Gebucht wurden laut FP-Angaben 3.500 Plakatflächen und 2.500 City-Lights. Zusätzlich sind Inserate, Folder und Direct-Mailings geplant. Angaben zu den Kosten wollten weder Strache noch Kickl machen. Letzterer kündigte zwar an, die gesetzliche Obergrenze für Wahlkampfausgaben von sieben Mio. Euro klar zu unterschreiten.

FPÖ will sich als "soziale Österreich- und Heimatpartei" positionieren

Die Frist dafür beginnt aber erst rund zwei Monate vor der Wahl (also Ende Juli) zu laufen, womit die aktuelle Kampagne (ebensowenig wie etwa die 500.000 Euro schwere Mai-Kampagne der SPÖ) noch nicht in die Kostengrenze eingerechnet wird.

Ziel der aktuellen Kampagne: SPÖ und ÖVP sollen als "EU-Sektierer" hingestellt, die FPÖ als "die soziale Österreich- und Heimatpartei" positioniert werden, wie Strache erklärte. Als Hauptgegner sieht er SPÖ und ÖVP.

Einen Bundesparteitag hat die FPÖ für 15. Juni angesetzt. Zwei Wochen später, am 28. Juni, steht der "Wiedervereinigungs-Parteitag" der Kärntner Freiheitlichen am Programm.