Erstellt am 24. Januar 2012, 14:00

FPÖ und Offiziersgesellschaft gegen Darabos. Verteidigungsminister Darabos steht wegen seiner Berufsheer-Pläne weiter unter Beschuss.

Die FPÖ und die Offiziersgesellschaft übten am Dienstag scharfe Kritik an den von Darabos geplanten Pilotversuchen. Darabos erzeuge eine "Propaganda-Wolke", um von der Gesamtproblematik des Heeres abzulenken, sagte FPÖ-Wehrsprecher Fichtenbauer. Sein Kollege Kunasek prophezeite Darabos eine "Bruchlandung.

"Es ist einfach unverantwortlich und ungeheuerlich, dass der Minister über 10 Millionen Euro, die dringend im Bundesheer benötigt werden, für dubiose Experimente ausgibt", so der FP-Abgeordnete weiter. Er zeigte sich zudem verwundert, "dass der Koalitionspartner ÖVP bei diesen Abenteuern tatenlos zusieht" und forderte von der Volkspartei, Darabos'"Treiben rasch ein Ende zu setzten".

Kritik kam auch von der Offiziersgesellschaft. "Die vom Verteidigungsminister angekündigten sogenannten Pilotversuche werden das sich abzeichnende Finanzdesaster des Heeres nicht lösen", hieß es in einer Aussendung. Die ÖOG rechnete vor, dass 30.000 freiwillige Milizsoldaten, die pro Jahr zusätzlich zum Verdienstentgang eine Prämie von 5.000 Euro bekommen, mindestens 150 Mio. Euro Mehrkosten im Jahr verursachen würden. Außerdem würden einige hundert Mann in einigen Verbänden, die sich freiwillig melden, um die 5.000 Euro Prämie zu bekommen, nichts darüber aussagen, ob die vielen Tausend erforderlichen qualifizierten freiwilligen Zeitsoldaten für ein Berufsheer zu finden sein werden.