Erstellt am 08. Juni 2016, 11:59

von Wolfgang Millendorfer

FPÖ-Wahl-Anfechtung: Reaktionen aus dem Burgenland. Die Wahlanfechtung der FPÖ wurde gerade offiziell, als Landesvize und FPÖ-Chef Hans Tschürtz gemeinsam mit SPÖ-Landesrat Norbert Darabos eine Pressekonferenz zum Thema Grundversorgung abhielt...

Hans Tschürtz  |  NOEN, Millendorfer

In einer ersten Reaktion hielt Tschürtz fest, dass es ihm nicht so sehr darum gehe, „ob Norbert Hofer Bundespräsident wird“, sondern: „Ich erwarte mir Gerechtigkeit. Denn das Briefwahl-System birgt so viel Unsicherheit in sich, das hat man auch bei dieser Wahl gesehen.“

Dabei gehe es für Tschürtz nicht um eine Abschaffung der Briefwahl per se, sondern darum, „dass man mit der Wahlkarte in einem anderen Wahllokal seine Stimme abgeben kann“. Zusätzlich sollen wie bisher fliegende Wahlkommissionen eingesetzt werden.

In dieser Frage stimmt Darabos mit seinem Regierungskollegen überein. Die Anfechtung beurteilt er allerdings skeptisch: „Ich hätte das Ergebnis zur Kenntnis genommen. Dass die Briefwahl durch Fälschungen entschieden worden sein könnte, würde ich ins Reich der Legenden einordnen“, so Darabos.

Stichwort Norbert Hofer: Auf die Frage, ob dieser als FPÖ-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2020 antreten sollte, meinte Tschürtz: „Das wäre eine sehr interessante Option ...“