Erstellt am 10. Juni 2011, 12:49

FPÖ will ihr Familienprogramm forcieren. Die FPÖ will ihr Familienprogramm forcieren. Familien würden nämlich von der Regierung stiefmütterlich behandelt, kritisierte Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller am Freitag bei einer Pressekonferenz.

FPÖ-Chef Strache forderte abermals ein Familiensteuersplitting und die Streichung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld.

Kitzmüller kritisierte etwa die fehlende Valorisierung von Familienleistungen. Den Regierungsparteien warf sie Untätigkeit und Orientierungslosigkeit vor. Bei der jüngsten Regierungsklausur sei auf die Familien wieder vergessen worden. Es brauche eine Umkehr, forderte Strache, hin zu einer geburtenorientierten Politik und einer "familienorientierten Wirtschaftspolitik".

Wahlfreiheit habe "oberste Priorität". Der FPÖ-Chef sprach sich für ein "Erziehungsgehalt", eine Bevorzugung von Eltern am Arbeitsmarkt und eine "gerechte" pensionsrechtliche Bewertung von Kindererziehungszeiten aus.

Im Steuerbereich wolle man eine Steuerentlastung für Familien: Neben der Individualbesteuerung sollen Haushalte mit Kindern freiwillig ein Familiensteuersplitting wählen können, bei dem auch Unterhaltsberechtigte im Haushalt berücksichtigt werden. Durch eine solche Steuerreform würde sich die Lohn- und Einkommenssteuer von Familien mit zwei oder mehr Kindern im Durchschnitt um etwa 50 Prozent vermindern, meinte Strache.

Gefragt nach den Kosten für das Modell mit mehreren Maßnahmen erklärte Strache, Experten stellten Berechnungen an, die man auch veröffentlichen werde. Bei der Pressekonferenz selbst konnte Strache keine konkreten Zahlen nennen.