Erstellt am 15. März 2012, 18:54

Frauenförderung Bedingung für Kanzler-Aufträge. Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) verpflichtet das Bundeskanzleramt per Erlass, Aufträge nur noch an Firmen zu vergeben, die Frauen fördern, berichtet der "Standard".

Die Betriebe müssen eine entsprechende Verpflichtungserklärung unterschreiben, bei Nichteinhaltung droht eine Pönale von bis zu 10.000 Euro.

Der Erlass erging am Donnerstag an die Dienststellen des Bundeskanzleramtes. Er betrifft Direktvergaben bis zu einem Wert von 100.000 Euro, wenn die Leistungsfrist sechs Monate oder länger beträgt. In dieser Zeit müssen die Unternehmen Maßnahmen aus einem beigefügten Katalog - etwa mehr Frauen in der Führungsebene oder Förderung der Väterkarenz - umsetzen oder zumindest beginnen.

Betroffen sind 15 bis 20 Aufträge des BKA pro Jahr. Ähnliches existiert bereits in Wien und Graz, in Linz gab es dazu vor kurzem einen Gemeinderatsbeschluss.