Erstellt am 20. Mai 2015, 06:45

von Wolfgang Millendorfer

„Wehrlose“ Plakatständer. Ungarische und deutsche Subunternehmer bringen FPÖ und Grüne in Erklärungsnot. Soviel wurde nie über Plakate gestritten.

Abgerutscht. »Plakat-Kollision« zwischen ÖVP und LBL in Deutschkreutz. Fotos: Privat  |  NOEN, Privat

Der Wahlkampf findet auf der Straße statt: Während sich die Beschwerden wegen des „Wildwuchses“ häufen, hatte die FPÖ in der Vorwoche mit ungarischen Plakat-Klebern ihre liebe Not. BVZ.at hatte berichtet:



Nachdem ein Beweisfoto (siehe unten) aufgetaucht war  hagelte es Kritik und Häme.

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Die FPÖ würde „Wasser predigen und Wein trinken“, meinte etwa SP-Geschäftsführer Robert Hergovich: „Die Glaubwürdigkeit der selbsternannten Heimatpartei ist damit endgültig zerstört.“

Parteien prüfen die Plakat-Pannen

Prompt klärte FP-Chef Hans Tschürtz auf: Man habe ein Wiener Unternehmen mit der Abwicklung der Plakatierung beauftragt, durch die Auslagerung auf Subunternehmer sei es zu der ungewollten Panne gekommen.

Eine Retourkutsche bekamen die auf Regionalität bedachten Grünen ab. Mit ihren Plakaten war im Burgenland ein Wagen mit deutschem Kennzeichen unterwegs (siehe Foto unten).

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Irritiert reagierte Geschäftsführerin Anita Malli: Das beauftragte Unternehmen aus Oberösterreich habe sich nicht an den Vertrag gehalten und eine Subfirma beauftragt.

FPÖ setzte Ergreiferprämie aus

Eher harmlos ein mutmaßlicher „Sabotage-Akt“ in Deutschkreutz (Foto ganz oben), wobei es sich um ein verrutschtes Plakat handelte, was LBL-Kandidat Manfred Kölly persönlich korrigierte.

Sorgen mit Vandalenakten hatte zuletzt die FPÖ. Da im Bezirk Eisenstadt zahlreiche Plakate zerrissen worden waren, setzte man eine Ergreiferprämie von 1.000 Euro aus.

Bei einer Wahlveranstaltung sorgte Tschürtz jetzt mit seiner Kritik für Schmunzeln: „Hier wurde Gewalt ausgeübt, Gewalt gegen Plakatständer und Plakate, die sich nicht wehren können!“