Erstellt am 26. März 2014, 12:02

Freund hat "Europa im Kopf. Österreich im Herzen". Die SPÖ hat am Mittwoch ihre Plakatkampagne für die EU-Wahl am 25. Mai präsentiert.

Mit den Slogans "Europa im Kopf. Österreich im Herzen" bzw. "Soziale Werte aus Österreich. Für Europa" soll Spitzenkandidat Eugen Freund offiziell das Rennen bestreiten. Bundesgeschäftsführer Darabos sprach in der Pressekonferenz von einem Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz Eins in Österreich.

Holpriger Start von Freund als vergessen betrachtet

"Er ist ein exzellenter Erklärer und auch ein exzellenter Aufklärer", sieht Darabos in Freund den idealen Spitzenkandidaten für den EU-Wahlkampf. Auch in "Beliebtheits- und Kompetenzwerten" würde der einstige ORF-Moderator über den Kandidaten der anderen Parteien liegen.

Den anfangs etwas holprigen Start in die Politkarriere sieht Freund selbst zumindest vergessen: "Ich schaue nach vorn." Auch sein persönliches Ziel sei es, mit der SPÖ Nummer eins zu werden, bekräftigte er.

Inhaltlich setzt die SPÖ einen grundsätzlich europafreundlichen Kurs - mit dem üblich kritischen Blick auf die Union. "Europa ist wichtig, aber es gibt auch Einiges zu verbessern", betonte Darabos. Und auch laut Freund soll sich die EU "nicht überall einmischen", etwa beim sozialen Wohnbau. Stattdessen will man - so die Linie der Kampagne - "Erfolgsrezepte" aus Österreich über die Grenzen exportieren, etwa für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

Harte Kritik an "rassistischem Ausrutscher" Schmölzers

Als Gegner haben die Sozialdemokraten dementsprechend neoliberale und konservative Kräfte in Europa ausgemacht. Aber auch an FPÖ-Spitzenkandidat Andreas Mölzer hagelte es Kritik. Dessen Vergleich der EU mit dem Dritten Reich sowie seinen "rassistischen Ausrutscher" könne man nicht hinnehmen. "Wir lassen sicher kein Gras über die Sache wachsen", kündigte Darabos an und forderte Mölzers sofortigen Rücktritt. "Wir jedenfalls werden einen positiven Wahlkampf führen", ergänzte er.

Darabos wies bei der Kampagnenpräsentation auch energisch Gerüchte zurück, wonach er als Wahlkampfleiter von Doris Bures ersetzt werden sollte. Generelle Überlegungen zu einer erneuten Umstrukturierung in der SPÖ-Zentrale "bis Mitte des Jahres" gebe es aber, bestätigte er.