Erstellt am 12. Januar 2013, 10:49

Früherer Wahlschluss in Eisenstadt. In den Landeshauptstädten ist am 20. Jänner von 7.00 bis 16.00 Uhr die gebräuchlichste Wahlzeit. Die Eisenstädter haben weniger Zeit für ihr Kreuzerl. Alle wichtigen Fakten rund um die Volksbefragung.

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In den Landeshauptstädten ist 7.00 bis 16.00 Uhr die gebräuchlichste Wahlzeit bei der Volksbefragung über die Wehrpflicht am 20. Jänner. Die Eisenstädter (8.00 bis 15.00 Uhr) und die Bregenzer (7.30 bis 13.00 Uhr) haben weniger Zeit für ihr Kreuzerl, die Innsbrucker (8.00 bis 17.00 Uhr) länger und die Wiener am längsten (7.00 bis 17.00 Uhr). 

Um 17.00 Uhr werden  die letzten Wahllokale schließen. Diese maximale Öffnungszeit nützen nur Wien, Innsbruck und drei niederösterreichische Gemeinden. In allen anderen Städten und Gemeinden ist früher Wahlschluss. In Vorarlberg, wie üblich, sogar schon deutlich früher, dort hat kein Wahllokal länger als bis 13.00 Uhr offen.
 
Berichterstattung ab 17.00 Uhr
Mit Wahlschluss um 17.00 Uhr kann die Berichterstattung beginnen, ab diesem Zeitpunkt werden die ersten Einzelergebnisse und Hochrechnungen veröffentlicht. Der österreichweite Ausgang der ersten Volksbefragung wird laut Bundeswahlbehörde zwischen 18.45 und 19.45 Uhr feststehen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) wird das vorläufige Endergebnis im Pressezentrum in der Wiener Hofburg bekanntgeben.

Endergebnis inklusive Briefwahl erst am Montag
Vorläufig ist das Ergebnis, weil die Briefwahl noch nicht enthalten ist - und die könnten, wenn es knapp ist, durchaus noch den Ausschlag geben. Zwar müssen auch die Stimmkarten spätestens am Sonntag um 17.00 Uhr bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt sein. Aber ausgezählt werden sie erst am Montag ab 9.00 Uhr. Das Endergebnis inkl. Briefwahl soll Montag gegen 15.00 Uhr vorliegen.
 
Mit Einführung der Briefwahl hat sich der Wahlbeginn nach hinten verschoben. Kein Wahllokal nützt mehr den frühestmöglichen Wahlbeginn 0.00 Uhr. Früher tat dies ein Wahlkarten-Wahllokal für Reisende in der Nähe des Linzer Bahnhofes, um 1.00 Uhr öffnete eines am Flughafen Schwechat.

Euratsfeld (NÖ) mit frühester Öffnungszeit
6.00 Uhr ist jetzt die früheste Öffnungszeit - und das nur in drei Gemeinden, nämlich in Euratsfeld (Niederösterreich), St. Veit im Pongau (Salzburg) und Gössendorf (Steiermark). Einige wenige Wahllokale sperren um 6.30 bzw. 6.45 Uhr auf, die meisten um 7.00 oder 8.00 Uhr.


Die wichtigsten Fakten zur Volksbefragung:
 
- Politisches System: Parlamentarische Republik
- Staatsoberhaupt: Bundespräsident Heinz Fischer
- Regierungschef: Werner Faymann (SPÖ)
- Regierung: Koalition von SPÖ und ÖVP
- Sitze in der Regierung: 7 SPÖ, 7 ÖVP (plus je 2 Staatssekretäre)
 
- Initiatoren: SPÖ und ÖVP
Befragungstermin: 20. Jänner 2013
- Wahlschluss: 17.00 Uhr
 
- Stimmberechtigte: 6,379.511 (3,309.716 Frauen und 3,069.795 Männer)
- Stimmberechtigung: Vollendung des 16. Lebensjahres am Wahltag
- Abstimmung:
  am 20.1. im Wahllokal des Hauptwohnsitzes  
  am 20.1. in "fremden" Wahllokalen mit Stimmkarte
  per Briefwahl: Stimmkarte muss spätestens am 20.1. um 17.00 Uhr
  bei der Bezirkswahlbehörde eingelangt sein
 
Fragen:
a) Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines
bezahlten freiwilligen Sozialjahres oder
b) Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und
des Zivildienstes?
 
Konsequenz: Der Ausgang der Volksbefragung ist nicht bindend. Die
  Regierung hat aber versprochen, dass sie das Ergebnis umsetzt.
 
Parteilinien:
SPÖ: Für Berufsheer
Grüne: Für Berufsheer
Team Stronach: Für Berufsheer
BZÖ: Für Berufsheer - aber für Boykott der Befragung
ÖVP: Für Wehrpflicht
FPÖ: Für Wehrpflicht

Nur mehr wenige Tage bis zur Befragung. Werden Sie hingehen?
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