Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Fusion ist nun „in echt“. SYNERGIEN / BEWAG und BEGAS werden zusammengelegt und demnächst vielleicht „Burgenland-Energie“ heißen.

 |  NOEN

VON DORIS SEEBACHER

Wie die BVZ-Leser bereits seit Mitte Dezember 2010 wussten, werden der Stromanbieter BEWAG und der Gasanbieter BEGAS nun fusioniert (siehe Faksimile).

Das Land Burgenland wird dabei die BEGAS-Anteile von den Gemeinden übernehmen. Schon in den nächsten 14 Tagen wird die genaue strategische Ausrichtung erfolgen. „Wir werden den 110 Gemeinden attraktive Angebote machen“, verspricht Landeshauptmann Hans Niessl. Und auch, dass es zu keinen Kündigungen kommen werde.

Fix ist nun auch bereits der Verkauf der BECOM-Electronics GmbH in Hochstraß an die Becom Holding GmbH, die mehrheitlich der BK Industriebeteiligungs- und Consulting GmbH gehört, deren Eigentümer wiederum die beiden BECOM-Geschäftsführer Johann Bock und Franz Klein sind.

Lob von den Grünen,  Kritik von den Blauen

Michel Reimon von den Grünen kann sich die Fusion gut vorstellen, nämlich dann, wenn die BEWAG in Hinblick auf die erneuerbare Energie einen positiven Einfluss auf die BEGAS ausübt.

Für Wolfgang Rauter von der Liste Burgenland (LBL) geht mit der Fusion eine langjährige Forderung in Erfüllung.

Für die Blauen ist das Fusionsmotiv klar. „Die marode BEWAG soll mit Hilfe der BEGAS saniert werden“, heißt es von Seiten der FPÖ.

Zur geplanten Zusammenlegung hat die Opposition für die heutige Landtagssitzung (siehe auch Seite drei) eine Dringliche Anfrage an die Regierung angekündigt.

BEWAG-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Kaltenbacher, BEGAS-Aufsichtsratvorsitzender Klaus Mezgolits (stehend), sein Stellvertreter Günter Toth (stehend), EVN-Generaldirektor Burkhard Hofer, Landeshauptmann Hans Niessl und Landesvize Franz Steindl (v.l.) präsentierten „ein historisches Ereignis“.DORIS SEEBACHER

x  |  NOEN