Erstellt am 14. August 2013, 00:00

Gagen-Strip im Parlament. Transparenzgesetz / Nebeneinkünfte der Abgeordneten werden ab heuer veröffentlicht. Drei der acht Burgenländer gehen einer meldepflichtigen Tätigkeit nach.

Von Bettina Eder

 8160 Euro gibt’s für einen Sitz im Nationalrat monatlich. Daneben können die Abgeordneten natürlich auch Brotberufen nachgehen. Erstmals mussten nun die Nebeneinkünfte offengelegt werden. Insgesamt 77 der 183 Abgeordneten gehen demnach einer meldepflichtigen Nebentätigkeit nach. Acht zählen zu den absoluten Topverdienern. Sie lukrieren zusätzlich über 10.000 Euro brutto im Monat, dabei auch Ex-Eisenbahnergewerkschafter Wilhelm Haberzettel und Ex-Minister Martin Bartenstein. Unter den acht Burgenländern im Nationalrat gehen nur drei einer Tätigkeit nach: Oswald Klikovits (siehe Grafik), der ausgeschiedene Erwin Kaipel sowie Norbert Darabos. Letzterer tauschte nach der Nennfrist den Ministersessel und ist deswegen noch nicht gelistet. Er dürfte aber nicht weniger als seine Geschäftsführer-Kollegin Laura Rudas verdienen, deren Gehalt zwischen 7.001 und 10.000 Euro liegt.

x  |  NOEN

Die Transparenzliste ist teilweise allerdings blickdicht, denn wer als Gemeindepolitiker oder Kammerfunktionär arbeitet, erfährt man nicht. Politikerpensionsbezüge scheinen ebenfalls nicht auf. Weitere Lücke: Wer einen Spitzenjob in Vorstand, Geschäftsführung oder im Aufsichtsrat eines Unternehmens hat, muss die Einkünfte zwar melden, die Tätigkeit wird aber nicht angeführt.

Im Burgenland werden die Gehälter der Landtagsabgeordenten im Gegensatz zu denen ihrer oberösterreichischen oder Vorarlberger Kollegen nicht offengelegt.