Erstellt am 12. Dezember 2012, 07:15

Gas-Krimi bleibt heiß. Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt mit Hochdruck gegen Simandl, Schweifer und Ziviltechniker Fischer.

Im Februar 2009 luden Greenpeace-Aktivisten Müll vor der BEGAS-Zentrale in Eisenstadt ab, um gegen die geplante Reststoffverwertungsanlage in Heiligenkreuz zu protestieren. Von den geplanten 300.000 Tonnen Müll, die dort verbrannt werden sollten, sollte ein Großteil aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland herbeigeschafft werden.  |  NOEN, SEEBACHER
Von Bettina Eder

BURGENLAND |  „Derzeit laufen umfassende Untersuchungen von Kontobewegungen. Zudem haben wir mehrere Rechtshilfeansuchen in mehrere Länder gestellt“, schildert Erich Mayer, Leiter der Medienstelle der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien. Seine Behörde ermittelt mit der Kriminalabteilung Burgenland gegen die ehemaligen Begas-Vorstände Rudolf Simandl und Reinhard Schweifer wegen des Verdachts auf Untreue – „im Wesentlichen ermitteln wir aber gegen Simandl“. Ein Ende der Untersuchungen sei derzeit nicht abzuschätzen.

Zudem wurde ein „umfangreiches Finanzstrafverfahren eingeleitet, da auch Gelder nach Lichtenstein geflossen sind.“ Der Verdacht: Simandl habe nicht nur schier unglaubliche Gagen erhalten, sondern laut NEWS auch zehn Millionen Euro Schwarzgeld angehäuft haben. Im Visier der Ermittler ist nun auch Ziviltechniker Karl Fischer, dessen Unternehmen in das umstrittenen 100-Millionen-Euro Projekt, der Sondermüllverbrennungsanlage Heiligenkreuz, verstrickt gewesen ist. Das Projekt wurde vor Kurzem von der Energie Burgenland endgültig ad acta gelegt.