Erstellt am 13. November 2012, 14:17

„Gefahr für Patienten“. Auch im Burgenland warnt die Ärztekammer vor der geplanten Gesundheitsreform: „Eine Mogelpackung!“ Die Politik zeigt sich bundesweit empört über die Kampagne.

Scharfe Kritiker: Ärzte-Präsident Lang (M.) und seine Vizes Michael Schriefl und Brigitte Steininger.  |  NOEN
Von Wolfgang Millendorfer

Als „Sparprogramm auf Kosten der Patienten“ kritisieren Burgenlands Ärzte die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung. Ärztekammer-Präsident Michael Lang und Co. warnen: „Die Versorgung wird gezielt verstaatlicht. Bei der Gesundheit wird massiv gespart, nicht aber bei der Bürokratie.“

Einer der Kritikpunkte der Ärztekammer: Durch eine mögliche „Zentralisierung“ der Versorgung könnten manche Bezirke – wie etwa Mattersburg, wo es kein Krankenhaus gibt – benachteiligt werden. Zudem befürchtet man noch längere Wartezeiten für Patienten sowie Einschränkungen in der medikamentösen Versorgung.
Für SPÖ-Gesundheitslandesrat Peter Rezar wiederum sind die Einschätzungen der Ärzte-Vertreter nicht nachvollziehbar: „Es hat den Anschein, dass andere Interessen als die der Patienten im Vordergrund stehen.“

Der Streit zwischen Medizinern und Politik tobt indes in ganz Österreich. Vor allem eine Plakat-Kampagne der Kammer („Mein Arzt ist weg – eingespart!“) empört die Regierung. Unabhängig davon laufen die Verhandlungen zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern.
x  |  NOEN