Erstellt am 18. Januar 2012, 00:00

„Gefahr für Sicherheit“. REAKTION AUF DARABOS-BVZ-INTERVIEW / ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits kritisiert Pläne von Heeresminister Darabos.

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VON MARKUS STEFANITSCH

Harte Worte gibt es von ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits zum BVZ-Interview mit Norbert Darabos in der Vorwoche: „Antimilitarist Darabos ist mit seinen Plänen und den unkontrollierten Verkäufen von Gerätschaften mittlerweile eine Gefahr für die Sicherheit in Österreich“, kritisiert Klikovits. Als Beispiel für die Misswirtschaft beim Österreichischen Bundesheer nennt Klikovits etwa den Verkauf der Hälfte der Leopard-Panzer, die um 1,5 Millionen Euro angekauft und laut Klikovits um nur 320.000 Euro verscherbelt werden. Ebenso würden etwa in Wien Kasernen billigst an die Stadt verkauft und gleichzeitig um teures Geld neue Liegenschaften geleast werden. Für den ÖVP-Wehrsprecher ist Darabos als Verteidigungsminister „schon lange nicht mehr tragbar“. Das geplante Darabos-Modell eines Berufsheeres sei für Klikovits nicht verantwortbar: „Zum einen würde das geplante Modell mindestens drei Milliarden, anstatt bisher 2,2 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Also weniger Leistung für mehr Geld. Denn statt           bisher       55.000    verfügbaren Soldaten würden nach dem Darabos-Plan künftig nur noch rund 10.000 Soldaten zum Einsatz kommen.“ Alleine beim letzten Hochwasser im Kamptal seien laut Klikovits rund 13.000 Mann im Katastropheneinsatz gewesen.

Für Klikovits kann die Zukunft nur in Richtung „Österreichdienst“ gehen: „Jeder, der nicht berufsunfähig ist, sollte künftig entweder beim sechsmonatigen Wehr- oder Katastrophendienst oder beim neunmonatigen Zivildienst eingesetzt werden.“

Diese gut ausgebildeten jungen Leute seien, so Klikovits, auch für die zivile Gesellschaft von hohem Wert. Deshalb ist die Beibehaltung der Wehrpflicht für Klikovits von enormer Bedeutung: „Wir wollen eine Armee aus dem Volk, für das Volk. Und nicht eine Armee von arbeitslosen Söldnern.“

Darabos im Visier: ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits will den „Österreichdienst“ durchsetzen.