Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

„Geheime“ Krankenstände. LANDESSCHULRAT / Burnout-Fälle sorgen in Schulkreisen für Aufregung. Offiziell keine Auskunft über Lehrer-Krankenstände.

VON BETTINA EDER

„Die Schule muss oft als ,Reparaturwerkstatt‘ herhalten, für alles, was in der Gesellschaft schief geht“, attestierten knapp 85 Prozent der BVZ-Meinungsmacher in der vorigen Umfrage. Der Stress und die psychische Belastung inner- und außerhalb des Unterrichts treiben laut Experten immer mehr Lehrer ins Burnout.

Auch im Burgenland sind diese Erkrankungen laut Insidern im Steigen begriffen. Ein Fall aus dem Südburgenland erregte in diesem Zusammenhang Aufsehen, denn eine Volksschuldirektorin wurde nach Monaten des Krankenstandes just zu Ferienbeginn wieder gesund.

Allgemeine Zahlen zu Lehrern im Burnout und Krankenständen gibt es aus dem Landesschulrat aber keine, denn „die geben wir nicht raus“, heißt es. Der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch dazu: „Wir sind nicht berechtigt diese Zahlen bekannt zu geben, auch ohne Namen nicht.“ Er beruft sich auf Nachfrage der BVZ auf das Datenschutzgesetz, das sich laut Rechtsexperten jedoch nur auf personenbezogene Daten bezieht. Resch ergänzt auf Nachfrage der BVZ: „Ich weiß nicht, ob ich es dürfte, aber ich werde es nicht machen.“ Warum aus den Zahlen ein Geheimnis gemacht wird, erklärt Resch so: „Lehrer sind Menschen, die es sowieso schon nicht leicht haben, wir wollen das Thema nicht noch mehr anheizen.“