Erstellt am 25. Juni 2013, 16:39

Gemeinden erhalten neue Katastrophenschutzplattform. Den 171 burgenländischen Gemeinden soll ab Juli eine neue digitale Katastrophenschutzplattform zur Verfügung stehen.

APA13074204 - 05062013 - THEISS - ...STERREICH: Einsatzkräfte der Feuerwehr am Mittwoch, 05. Juni 2013, am Damm bei Theiß. Etwa 300 Mann von Feuerwehr und Bundesheer standen im Einsatz, um das Schutzbauwerk zu sichern. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH  |  NOEN, GEORG HOCHMUTH (APA)
Die Landesregierung hat am Dienstag den notwendigen Beschluss gefasst, teilte Landeshauptmann Hans Niessl (S) in einer Aussendung mit. Die wie eine Homepage konzipierte Plattform soll den Kommunen neben Basisinformationen wie der Auflistung von Verantwortlichen und Erreichbarkeit von Behörden und Einsatzkräften auch ein Instrument zur Risikoabschätzung für verschiedene Szenarien zur Verfügung stellen.

Die neue Plattform löse den bisher von den Gemeinden verwendeten Katastrophenschutzplan ab. Mithilfe des Analyse-Tools werden die Kommunen angeleitet, auf fundierter Basis das Risiko für bestimmte Gefahren im eigenen Bereich - beispielsweise Hochwasser oder Erdrutsche - abzuschätzen, so Jürgen Karall vom Verein Nachbarschaftshilfe Sicherheit.

Für mehr als ein Dutzend verschiedene Szenarien, die - statistisch gesehen - am häufigsten vorkommen, gibt es zudem fertige Anleitungen, die auch ausgedruckt werden können. In dieser Woche laufen noch Schulungen zur Verwendung der Plattform für Gemeindemitarbeiter, für die Bezirkshauptmannschaften seien diese bereits abgeschlossen, berichtete Karall.

Die Entwicklung der Katastrophenschutzplattform erfolgte im Rahmen des EU-Projekts „Sicherheit im Burgenland“. „Wie gerade die jüngste Hochwasserkatastrophe zeigt, ist sorgfältige Planung und ein koordinierter Hilfseinsatz der Schlüssel zur Bewältigung von Katastrophen und Großschadensereignissen. Genau dabei unterstützt die neue Plattform die Gemeinden", erklärte Landeshauptmann Niessl. Die neue Plattform, die wie der bisher verwendete digitale Katastrophenschutzplan von der Landessicherheitszentrale betrieben wird, soll den Gemeinden ab 1. Juli kostenlos zur Verfügung stehen.