Erstellt am 22. August 2013, 08:39

Gemeinsame Schule für Schmied nur Frage der Zeit. Die Umstellung auf eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen ist für Unterrichtsministerin Schmied "nur eine Frage der Zeit".

Mit Vorarlberg, Tirol und Salzburg gebe es nun eine "Westachse der ÖVP-Landeshauptleute", die sich - neben dem Wirtschaftsflügel der Partei - für eine gemeinsame Schule einsetzt, meinte Schmied kurz vor Schulbeginn (2. September).

Neue Mittelschule für Ministerin nur ein "Etappenziel"

Wenn man diese Entwicklung gemeinsam mit der Reform der Lehrerausbildung und des Lehrerdienstrechts betrachte, die einen flexibel einsetzbaren Sekundarstufenlehrer, einen Masterabschluss bzw. eine gleichwertige Bezahlung für alle Pädagogen vorsehen, "da stelle ich fest, dass wir als Sozialdemokratie die gemeinsame Schule seit 90 Jahren theoretisch diskutieren und fordern, ihr jetzt aber praktisch schon sehr nahe gekommen sind", betonte die Ministerin.

Die Neue Mittelschule (NMS) sieht Schmied daher nur als "Etappenziel". Diese habe vor allem eine Umstellung auf eine neue Lehr- und Lernkultur gebracht. An den NMS seien Lehrerteams im Einsatz, es würden offene Lernformen erprobt und auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten der Kinder eingegangen.

Schul-Umstellung Hand in Hand mit neuem Kindergarten-Modell?

Wenn man dies mit der Umstellung des Kindergartens auf einen "Bildungsgarten" kopple, wobei sich Schmied durchaus auch ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr vorstellen kann, der Intensivierung der Volksschule mit einer Verbesserung der Ausbildung auf Masterabschluss plus der mit Integrations-Staatssekretär Kurz ausgearbeiteten Sprachförderung an den Schulstandorten, "dann ist das sicher ein Gesamtpaket, das man in der nächsten Legislaturperiode umsetzen sollte".

Unverrückbar ist für Schmied der Starttermin der neuen Matura mit 2015 an den allgemeinbildenden (AHS) und 2016 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS).