Erstellt am 15. April 2013, 11:25

Generalsekretär Kickl sieht keine Krise der FPÖ. FPÖ-Generalsekretär Kickl sieht trotz der Turbulenzen in den Landesparteien von Kärnten, Niederösterreich und jetzt auch im Burgenland keine Krise seiner Partei.

"Es ist lächerlich, aus jeder Kleinigkeit eine Parteikrise machen zu wollen", sagte Kickl am Montag in Gespräch. Die Chancen der FPÖ für die Nationalratswahl im Herbst sieht Kickl weiter in Takt. Seit er Generalsekretär sei, gebe es andauernd "Abgesänge" auf die FPÖ und Meldungen, dass der Erfolgslauf gestoppt sei. "Das begleitet mich wie ein Tinnitus." Fakt sei aber, dass die FPÖ auf Bundesebene immer zugelegt habe, betonte Kickl. Die Bundespartei nehme traditionellerweise eine "Lokomotivenfunktion" in der FPÖ ein.

Dem burgenländischen Landesparteiobmann Johann Tschürtz, der am Sonntag am Landesparteitag nur 71,4 Prozent erreicht hatte, sicherte er die Unterstützung der Bundespartei zu. Dass Tschürtz nun die Vertrauensfrage stellen will, bezeichnete der Generalsekretär als "logischen Schritt". Kickl äußerte die Hoffnung, dass im Landesparteivorstand die Weichen für ein gutes Ergebnis bei der Nationalratswahl im Herbst gestellt werden.

In dem Votum von nur 71,4 Prozent sieht Kickl die Aufforderung der Delegierten an Tschürtz, für Verbesserungen in der Landespartei zu sorgen. Wo es Verbesserungsbedarf in der Landespartei gebe, darüber will der Generalsekretär keine öffentlichen Tipps geben. Das sollten die Burgenländer selbst klären. Kickl geht aber davon aus, dass Tschürz als sehr erfahrener Politiker die richtigen Schritte setzen wird.

Für den Landesparteivorstand am Dienstag wünscht sich der Generalsekretär nun, dass die Kritiker die Gründe für ihr Stimmverhalten darlegen und sagen, was sie wollen. Kickl tritt für eine offene Aussprache in dem Führungsgremium ein, damit die Partei dann auch gemeinsam für die Nationalratswahl arbeiten könne.