Erstellt am 23. August 2011, 13:55

Geringer Zuwachs bei Taferlklasslern erwartet. Keine Trendwende zum demographisch bedingten Schülerschwund in den Volksschulen lässt sich im bevorstehenden Schuljahr 2011/12 erkennen. Die Zahl der "Taferlklassler" stagniert. Mit 80.854 Kindern sitzen nur geringfügig mehr Schulanfänger als im Vorjahr (plus 1,4 Prozent) in den Klassenzimmern.

Wie eine Umfrage in den neun Bundesländer zeigt, führt dies auch heuer zu Schließung von Schulen.

Weiter rückläufige Zahlen werden in Salzburg (4.962 Schulanfänger) und im Burgenland (2.621) prognostiziert, hier wird mit einem Minus von zwei bzw. sogar fünf Prozent gerechnet. In Kärnten (5.521) dürfte es ein leichtes Minus von rund 0,7 Prozent geben.

Oberösterreich darf sich im Schuljahr 2011/12 voraussichtlich über einen Zuwachs von 4,9 Prozent auf 14.195 "Taferlklassler" freuen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Vorarlberg (4.899), wo ein Zuwachs von 3,8 Prozent erwartet wird. Mit einem Plus von 2,2 Prozent wird in Wien (14.294), mit jeweils plus 0,9 Prozent in Tirol (6.929) und Niederösterreich (16.178) gerechnet. Kaum verändert ist das Bild in der Steiermark (11.255; plus 0,1 Prozent).

Größtenteils aufgrund zu geringer Schülerzahlen werden auch im Schuljahr 2011/12 abermals Schulen geschlossen: In Kärnten sind zwei Volksschulen sowie neun Expositurklassen betroffen. In Oberösterreich kommt es trotz des Plus bei den Schulanfängern zu Schließungen: Sechs Volksschulen wurden geschlossen, zwei weitere wurden mit anderen zusammengelegt.

In Tirol wurden drei Kleinstschulen stillgelegt, Sonderschulen zusammengelegt und die private Hauptschule Scharnitz geschlossen. Ebenfalls aufgelöst wurden eine Hauptschule und eine Sonderschule in Vorarlberg. Im Burgenland wurden indes gleich vier Volksschulen und die Übungsvolksschule der ehemaligen Pädagogischen Akademie geschlossen. In der Steiermark kommt es unterdessen zu keinen Schließungen.