Erstellt am 09. August 2013, 16:22

Geteilte Meinung über generelles Rauchverbot. Burgenländische Politiker sind sich alles andere als einig. Gesundheitslandesrat befürwortet prinzipiell das Rauchverbot, die Tourismuslandesrätin sieht keinen Bedarf und bei der Wirtschaftskammer wird für differenzierte Betrachtung plädiert.

Soziallandesrat Peter Rezar fordert „verbindliche Regelungen, damit die Kinder menschenwürdig und kindergerecht betreut werden können.“  |  NOEN
Eisenstadt - Unterschiedlich haben am Freitag burgenländischen Spitzenpolitiker auf den Vorschlag reagiert, ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen. Aus gesundheitspolitischer Sicht sei ein solches zu befürworten, erklärte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ). Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (ÖVP) stellte fest, sie sehe keinen Bedarf für ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie.

Aufgabe für neue Bundesregierung?

Beide Politiker wiesen darauf hin, dass man auch die seitens zahlreicher Gastronomiebetriebe für den Umbau ihrer Lokale getätigten Investitionen berücksichtigen müsse. "Die nächste Bundesregierung wird diese Diskussion sachlich und in einem breiten Rahmen führen müssen", meinte Rezar. "Die derzeitige Regelung findet allgemeine Akzeptanz", argumentierte hingegen Resetar.

Bei der Wirtschaftskammer Burgenland plädiert man für eine differenzierte Betrachtungsweise. "Es geht um immense Kosten, die jeder Betrieb hineingesteckt hat, um das so zu regeln, dass es von der Gesetzeslage her passt", so Christian Mancs von der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Mit einem Verbot würde von heute auf morgen wieder alles gekippt.