Erstellt am 04. Mai 2011, 19:08

Geteilte Partei-Meinungen zu Ethik-Unterricht. Auch eine parlamentarische Enquete zum Ethik-Unterricht hat die Parteien bei diesem Thema nicht geeinigt. Das BZÖ lehnte ein entsprechendes Pflichtfach ab, während die Grünen dieses begrüßen würden. SPÖ und ÖVP stehen dem Ethik-Unterricht grundsätzlich positiv gegenüber. Die FPÖ kann sich diesen nur vorstellen, wenn auch der Religionsunterricht zusätzlich bestehen bleibt.

Auch eine parlamentarische Enquete zum Ethik-Unterricht hat die Parteien bei diesem Thema nicht geeinigt. Das BZÖ lehnte ein entsprechendes Pflichtfach ab, während die Grünen dieses begrüßen würden. SPÖ und ÖVP stehen dem Ethik-Unterricht grundsätzlich positiv gegenüber. Die FPÖ kann sich diesen nur vorstellen, wenn auch der Religionsunterricht zusätzlich bestehen bleibt.

SPÖ-Bildungssprecher Mayer erklärte: "Ethikunterricht soll nicht als Ersatz für den Religionsunterricht gelehrt werden, sondern mindestens als gleichrangige Alternative." Unterrichtet werden sollte der Gegenstand von speziell ausgebildeten Lehrern, Grundlage für den Unterricht sollte ein einheitlicher Lehrplan sein, so Mayer.

Der Zweite Nationalratspräsident Neugebauer meinte, es sei notwendig, dass sich auch Jugendliche, die an keinem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, mit Fragen der Ethik auseinandersetzen können. Erfolgreiche Schulversuche würden bereits vorliegen, nun sei die Zeit gekommen, das Thema umzusetzen, so Neugebauer.

Die Grüne Verfassungssprecherin Daniela Musiol sprach sich für einen verpflichtenden Ethikunterricht aus, der Auseinandersetzung mit Weltanschauungen und Religionen biete. Das sei etwas anderes als Religionsunterricht. Für FP-Mandatar Andreas Karlsböck stehen Religionsunterricht und Ethikunterricht in Konkurrenz zueinander, wenn sie als Alternative eingeführt werden. Es sollte möglich sein, auch in beiden Fächern unterrichtet zu werden.

Zweifel an der Finanzierbarkeit kam von der Lehrergewerkschaft. Der Vorsitzende der AHS-Lehrer Eckehard Quin meinte, dass für einen neuen Pflichtgegenstand 160 Mio. Euro aufzutreiben wären. Er glaube nicht, dass das Hohe Haus dreistellige Millionenbeträge in einen flächendeckenden Ethikunterricht investieren werde.