Erstellt am 08. Januar 2014, 14:23

Gewerkschaft bleibt bei Lehrerdienstrecht dran. Die Gewerkschaft pocht weiter auf Änderungen des bereits beschlossenen Lehrerdienstrechts.

Am Mittwoch hat Chefverhandler Paul Kimberger eine parlamentarische Bürgerinitiative eingebracht, in der der Nationalrat zur Aufhebung desselben aufgefordert wird. Außerdem sollen die bereits im Dezember in zehn Tagen gesammelten Unterschriften von 31.800 der 72.000 Pflichtschullehrer "Druck machen".

Kimberger will "vorerst" auf parlamentarischen Prozess setzen

Sollte die Gewerkschaft mit dieser Methode nicht erfolgreich sein, kann Kimberger sich auch weitere Maßnahmen vorstellen, um den "Druck hochzuhalten". So verweist er im APA-Gespräch auf die von der GÖD organisierte Demonstration wegen der stockenden Beamtengehaltsverhandlungen mit 40.000 Teilnehmern: "Das muss nicht das letzte Mal gewesen sein." Vorerst will er allerdings auf den parlamentarischen Prozess setzen.

So sei er "überzeugt", dass durch die Bürgerinitiative - bei der Einreichung waren es 2.000 Unterschriften, ab Montag bis ins Frühjahr ist die Online-Unterzeichnung möglich - eine Novelle des Gesetzes noch vor seinem verpflichtenden Inkrafttreten für alle neuen Lehrer im Jahr 2019/20 gelingen könnte.

Die bereits im Dezember bei österreichweiten Informationsveranstaltungen gesammelten Unterschriften würden zudem belegen, "dass die Pflichtschullehrer sehr unzufrieden in das neue Jahr gehen".

Gewerkschaft akzeptiert auch weiterhin die Änderungen nicht

Das neue Lehrerdienstrecht war im Dezember gegen den Widerstand der Gewerkschaft im Nationalrat beschlossen worden. Doch: "Es gibt Signale aus dem Parlament, wo viele, auch von den Regierungsparteien, Bauchweh haben wegen dem Gesetz und der Art, wie es zustande gekommen ist", so Kimberger. Er kann sich etwa Änderungen durch einen Initiativantrag vorstellen.

Die Gewerkschaft akzeptiert auch weiterhin nicht die Änderungen bei Unterrichtszeit und Gehalt, die im neuen Dienstrecht festgeschrieben sind und fordert u.a. eine neue Arbeitszeitstudie, auf deren Basis definiert werden soll, wie der Beruf des Lehrers in der Zukunft aussehen soll.

Außerdem fordern die Lehrervertreter mehr Unterstützungskräfte, zusätzliche Ressourcen für Sonderpädagogik, moderne Arbeitsplätze für Lehrer, weniger Belastung durch Verwaltung und auch Zulagen für Volksschullehrer, die Schularbeiten erstellen und korrigieren, wie das bereits für Lehrer höherer Schulen vorgesehen ist.