Erstellt am 02. November 2011, 22:23

Gewerkschaft fordert 4,65 Prozent plus. Mit einer kräftigen Forderung hat sich heute die Beamtengewerkschaft bei der ersten Lohnrunde mit der Regierung eingestellt. Wie von Verhandlern bestätigt wurde, verlangen die öffentlich Bediensteten ein Plus von 4,65 Prozent.

Das entspricht der so genannten "Benya-Formel", die sich aus einer vollen Abgeltung der Inflation und der Hälfte vom Wirtschaftswachstum zusammensetzt. Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) hat die Forderungen der Gewerkschaft öffentlicher Dienst als "sehr, sehr überzogen" zurückgewiesen. Sie sei doppelt verwundert, handle es sich doch um ein doppelt so hohes Verlangen im Vergleich zu dem, was Beamten-Chef Fritz Neugebauer noch in der Früh im Radio verlangt habe.

Einmal mehr verwies die Ministerin auf die Job-Sicherheit im öffentlichen Dienst. Daher lehne sie eine Forderung "in exorbitanter Höhe" ab. Die Lage der Staatsfinanzen erlaube kein "Wünsch dir was", so Heinisch-Hosek. Dies solle der Gewerkschaft auch in der Woche vor ihrem Gewerkschaftstag bewusst sein. Noch sei sie aber nicht am Boden der Realität angekommen.

Ein Gegenangebot der Regierung wurde heute in der rund vierstündigen Verhandlungsrunde nicht genannt. Heinisch-Hosek sieht auch keine übertriebene Eile geboten. Um wie vereinbart eine pünktliche Berücksichtigung der Lohnerhöhung mit 1.1.2012 zu garantieren, müsse man erst am 7. Dezember zu einer "guten Einigung" gekommen sein.