Erstellt am 07. April 2013, 08:28

Gewerkschaft fordert mehr Geld für Lehrer. Die Hoffnung von Unterrichtsministerin Schmied, dass die jüngst vorgelegte Reform der Lehrerausbildung auch die Verhandlungen zum neuen Dienstrecht mit der Gewerkschaft erleichtern werde, scheint sich nicht zu bewahrheiten.

Geht es nach Chefverhandler Paul Kimberger (FCG), muss sich die längere Ausbildung der Pflichtschullehrer nämlich deutlich auf dem Gehaltszettel niederschlagen.

"Eine masterwertige Ausbildung bedeutet eine masterwertige Bezahlung", betonte Kimberger. Schon bisher habe eine längere Ausbildung zu besserer Bezahlung geführt, meinte der Chefverhandler. Nun gebe es allerdings kein Argument mehr, wieso ein Volksschullehrer weniger verdienen sollte als ein AHS-Lehrer.

Künftig sollen laut Regierungsvorschlag Lehrer aller Schultypen ein vierjähriges Bachelor- und anschließend ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium belegen müssen. Im Anschluss folgt eine ein- bis zweijährige Berufseinführung durch einen Mentor.

Ebenfalls neu: Zu Beginn soll es für alle ein Eignungs- und Aufnahmeverfahren geben. Bisher gab es das nur an den Pädagogischen Hochschulen (verantwortlich für Lehrer an Volks-, Haupt-, Neue Mittel-, Berufs-, Polytechnische Schule), künftig aber auch an den Unis, wo Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) ausgebildet werden.

Inhaltlich gibt es von Kimberger Lob für die Reform, es werde seit Jahren von der Gewerkschaft gefordert, Lehrer bestmöglich auszubilden. Mit der verpflichtenden Masterausbildung für alle Lehrer sei ein Punkt erledigt, den die Lehrervertreter als Voraussetzung für eine Zustimmung zur Dienstrechtsreform genannt haben. "Aber es gibt noch viele Punkte, die weiterhin offen sind."

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin (FCG). Auch er sieht die masterwertige Ausbildung für alle Lehrer positiv. Allerdings sei es naiv zu glauben, dass künftige Volksschullehrer, deren Ausbildung fast doppelt so lange dauert wie jene der derzeitigen, "freudestrahlend für die gleiche Bezahlung arbeiten wie bisher".