Erstellt am 22. April 2013, 17:21

Geza Molnar künftig nicht mehr Klubdirektor. Nach dem Landesparteitag der burgenländischen FPÖ am 14. April und den turbulenten Tagen danach ist nun eine weitere personelle Entscheidung getroffen worden.

Ursachenforschung. Hans Tschürtz (r.) mit seinem Parteisekretär Géza Molnár (M.) und FPÖ-Landesgeschäftsführer Siegfried Zeltner: "Es ist wirklich nicht in Ordnung, wenn da versucht wurde, unter dem Tisch irgendetwas zu manipulieren!"  |  NOEN
Geza Molnar wird künftig kein Klubdirektor mehr sein. Bereits vergangene Woche war bekannt gegeben worden, dass Molnars Posten als Landesparteisekretär neu besetzt werde - ebenso jener von Landesgeschäftsführer Siegfried Zeltner.

Molnar werde weiterhin FPÖ-Gemeinderat in Eisenstadt bleiben, sagte Johann Tschürtz gegenüber dem ORF. In der Vergangenheit habe es zwischen der Landesgeschäftsführung und Molnar "massive Streitereien gegeben". "Man konnte einfach nicht mehr miteinander“, erklärte der Landesparteiobmann. Dies habe sich auf die gesamte Landesebene und auch auf das Führungsteam der FPÖ-Burgenland ausgewirkt, begründete er die Entscheidung für die Umbesetzung der beiden Positionen.

Die personellen Änderungen waren Konsequenz nach dem Landesparteitag, bei dem Tschürtz von den Delegierten mit 71,43 Prozent der Stimmen als Parteiobmann bestätigt worden war. Zwei Tage danach erhielt er ein einstimmiges Vertrauensvotum im Landesparteivorstand.

Tschürtz: Neustart noch vor dem Sommer

FPÖ Burgenland hat nach dem Landesparteitag am 14. April nun insgesamt drei Posten neu zu besetzen: Geza Molnar musste sowohl den Sessel als Landesparteisekretär sowie als Klubdirektor räumen, Siegfried Zeltner jenen des Landesgeschäftsführers. "Seit heute (Montag, Anm.) laufen die Bewerbungen", so Parteiobmann Johann Tschürtz am Montag zur APA. Bewerbungen sind bis 10. Mai möglich. Danach soll es "auf jeden Fall noch vor dem Sommer" Entscheidungen und einen "Neustart" geben, sagte Tschürtz.

Zwischen der Landesgeschäftsführung und dem Parteisekretär und Klubdirektor habe es "im inhaltlich strategischen und organisatorisch strategischen Bereich" große Differenzen und Streitereien gegeben. Vor dem Sommer wolle man sich nun rasch neu aufstellen bzw. die drei freien Posten besetzen.

Zwar soll es rund um die Personalfrage relativ zügig gehen, dennoch müsse es eine "behutsam getroffene Entscheidung" sein. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werde man Gespräche mit den Kandidaten führen - mithilfe eines externen Personalberaters, "der auch von der Bundespartei vorgeschlagen wurde".

Eine Einschränkung bei den Bewerbern gebe es nicht. "Jeder kann sich bewerben", teilte der Landesparteiobmann mit. Ob die Parteizugehörigkeit Vorteile bringen? "Freilich." In erster Linie gehe es um die Qualifikation.