Erstellt am 17. Mai 2013, 02:25

Glanzloser Sieg für VP-nahe Studenten bei ÖH-Wahl. Einen glanzlosen Sieg hat die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) eingefahren.

Sie wird ihren Mandatsstand von 23 Mandaten in der Bundesvertretung (BV), dem österreichweiten Studentenparlament, voraussichtlich halten können. Allerdings wird an der Technischen Universität (TU) Graz erst im Laufe des Freitags ein Ergebnis vorliegen.

Die bisherige linke ÖH-Führung aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), Fachschaftslisten (FLÖ) und Fraktion Engagierter Studierender (FEST) dürfte in der BV erneut über eine Mehrheit verfügen. Die neue Bundesvertretung wird - je nach Ergebnis der TU Graz - rund 100 Sitze umfassen, bisher waren es 96.

Parallele zu anderen Wahlen 2013: "Große" verloren

Trotz der gestiegenen Mandatszahl dürften von den großen Fraktionen nur die FLÖ (bisher 15 Mandate) Sitze dazugewinnen. Sie hält nach derzeitigem Auszählungsstand bei 14 Mandaten, hat an der TU Graz aber eine ihrer Hochburgen. Die AG wird 22 oder 23 Sitze erreichen (2011: 23), der VSStÖ bei zwölf Mandaten stagnieren und die GRAS zwei bis drei ihrer zuletzt 14 Mandate verlieren. Die Liberalen hoffen noch auf ein Halten ihrer drei Mandate, zu den Gewinnern zählen die kleinen Listen. Die Wahlbeteiligung stagnierte bei 28 Prozent.

Bei der Wahl gab es somit keine Verlierer - zumindest wenn man den Statements der Fraktionen am Wahlabend glaubt. So gab sich die AG ebenso "sehr zufrieden" wie die Mitglieder der bisherigen linken ÖH-Exekutive aus GRAS, VSStÖ, FLÖ und FEST.

Mit dem Ende der ÖH-Wahl sind aber noch längst nicht alle Sitze in der BV vergeben. 25 Mandate werden noch über die Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) vergeben - diese entsenden ihre über Persönlichkeitswahl bestimmten Mandatare aber erst in den nächsten beiden Wochen.