Erstellt am 25. April 2011, 07:26

Glawischnig sieht die Grünen langfristig im Hoch. Die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, sieht ihre Partei im Aufwind. Die zuletzt wieder besseren Umfragewerte seien "nicht nur ein kurzfristiger Höhenflug", denn Themen wie Atomausstieg und Alternativenergien würden bis zur Wahl 2013 aktuell bleiben, sagte sie im Gespräch mit der APA. Dann wollen die Grünen mitregieren und Konstruktivität beweisen.

Die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, sieht ihre Partei im Aufwind. Die zuletzt wieder besseren Umfragewerte seien "nicht nur ein kurzfristiger Höhenflug", denn Themen wie Atomausstieg und Alternativenergien würden bis zur Wahl 2013 aktuell bleiben, sagte sie im Gespräch mit der APA. Dann wollen die Grünen mitregieren und Konstruktivität beweisen.

Mit der koalitionären "Bösartigkeit" wie jetzt zwischen SPÖ und ÖVP wäre es dann vorbei, betonte sie. Der langjährige hartnäckige Einsatz für eine Energiewende mache sich angesichts von Fukushima, der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und der "Kriege um Öl" bezahlt, meinte Glawischnig. Es gehe dabei nicht nur um Umweltfragen, sondern auch um Wirtschafts- und Sicherheitspolitik. Für die Grünen zahle es sich hier aus, Ansprüche zu haben.

Erklärtes Ziel Glawischnigs ist eine Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. Mit wem, ist für sie noch völlig offen. "Ich glaube, es kann zum heutigen Zeitpunkt niemand sagen, wie tatsächlich die Wahlaufstellung im Jahr 2013 sein wird und welche Ergebnisse und Koalitionsmöglichkeiten sich tatsächlich ergeben werden", argumentierte sie. "Absolut denkbar" ist für sie, dass sich auch in Zukunft Zweierkoalitionen ausgehen werden.

Für besonders wichtig hält es die Grüne, dann positive Ergebnisse der rot-grünen Koalition in Wien vorweisen zu können. Dass es da bis jetzt wenig herzuzeigen gibt, macht Glawischnig keine Sorgen. Stadtplanung und Verkehrspolitik, die Agenden von Stadträtin Maria Vassilakou, könnten die Stadt nachhaltig verändern, bräuchten aber Vorbereitungszeit.

"Allerdings, was bereits die Wiener Koalition von der Bundeskoalition deutlichst unterscheidet, das ist der Arbeitsstil", so die Grüne auch unter Verweis auf die Regierungsbeteiligung in Oberösterreich. "Hier wird nicht gekeppelt und gestritten, und wenn der eine A sagt, sagt der andere B, sondern hier wird wirklich um Lösungen gerungen und gearbeitet." Die Menschen würden diese Ernsthaftigkeit honorieren, gab sie sich überzeugt.