Erstellt am 02. April 2014, 00:00

von Wolfgang Millendorfer

„G’riss“ um Rettungs-Euro. Samariterbund will mehr Geld vom Land und ein neues Rettungsgesetz. Eine Einigung ist derzeit aber nicht in Sicht.

Bis vor Kurzem war Andau die einzige Gemeinde des Landes, die sowohl mit dem Roten Kreuz als auch mit dem Arbeitersamariterbund (ASB) einen Rettungsvertrag abgeschlossen hatte. Ein langjähriges gesetzliches Kuriosum, das vom Samariterbund nun mit dem Rücktritt vom Vertrag „bereinigt“ wurde.

Geht es nach ASB-Geschäftsführer Wolfgang Dihanits, sollen Bürgermeister aber künftig mit beiden Rettungsorganisationen Verträge abschließen können. So lautet der Wunsch des Samariterbundes an das Land.„Das wäre eine zeitgemäße Auslegung des Gesetzes und aus unserer Sicht nur fair“, meint Dihanits. Denn bei der Aufteilung des Rettungs-Euros (8,94 pro Einwohner) sei der Samariterbund derzeit benachteiligt.

Für Rotkreuz-Geschäftsführer Thomas Wallner ist hingegen das bestehende Gesetz ein treffsicheres: „Für die Gemeinden gibt es damit einen Ansprechpartner. Eine Änderung ist aus unserer Sicht nicht nötig.“

Regierung hält Novelle für unnötig

Beide Seiten unterstreichen die Wertschätzung gegenüber dem Mitbewerber. Der Größenunterschied ist jedoch deutlich: Das Rote Kreuz hat Verträge mit 167 Gemeinden abgeschlossen, der Samariterbund mit vier.

Zuständig für eine Änderung des Gesetzes ist der Landtag. Seitens der Regierungsparteien heißt es, eine Novelle stehe derzeit nicht auf der Agenda und sei nicht nötig. Und: Es bräuchte dazu auch eine Einigung der Rettungsorganisationen.