Erstellt am 29. August 2011, 12:33

Große Veränderungen im neuen Schuljahr. Veränderungen bringt das neue Schuljahr sowohl in der Unterrichts- als auch in der Freizeit der heimischen Schüler. Die Ganztagesbetreuung am Nachmittag soll ausgebaut, die daran geknüpfte Ausbildung eines akademischen Freizeitpädagogen geschaffen werden. Bildungsstandards sollen abgeprüft. Indes schreitet der Ausbau der Neuen Mittelschulen (NMS) voran.

Nicht nur abgeprüft, sondern auch gefördert wird das Lesen. Vor drei Jahren startete der Modellversuch zur NMS, ab Herbst werden an einzelnen Schulen bereits alle vier Unterstufenklassen als NMS geführt. Die flächendeckende Umstellung aller Hauptschulen bis 2018/19 wird auch im kommenden Schuljahr vorangetrieben, wenn 114 neue NMS-Standorte zu den bisher 320 existenten hinzukommen.

Ein weiteres Großprojekt ist der Ausbau der Ganztagesbetreuung. Bis 2015 soll die derzeitige Anzahl von 105.000 Betreuungsplätzen auf 210.000 inklusive Hortplätze gesteigert werden. Im kommenden Schuljahr stehen bereits 15.000 zusätzliche Plätze zur Verfügung. Freizeitpädagoge sind vor allem Sportler, Trainer, Künstler, Musiker o.Ä., die im Rahmen eines kostenlosen Lehrgangs an einer Pädagogischen Hochschule Zusatzqualifikationen erlangen.

Ab kommendem Schuljahr werden außerdem erstmals österreichweit die Bildungsstandards abgeprüft. Diese legen fest, was die Schüler in einzelnen Unterrichtsfächern in der viertenbzw. achten Schulstufe können sollen. Ebenfalls auf den Prüfstand kommen die Lesefähigkeiten der Wiener Schüler der vierten Volksschulklasse sowie der vierten Klasse Hauptschule und AHS beim zum zweiten Mal durchgeführten Wiener Lesetest.

Ausgebaut wird indes auch das 2010/11 eingeführte Modulsystem an den Abendschulen. Dann werden alle 18.000 Abendschüler an 80 Standorten nicht mehr in Klassen unterrichtet, sondern wie an einer Hochschule in einem Kurssystem einzelne Module absolvieren, wodurch auch die Klassenwiederholungen wegfallen.