Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

„Großer Europäer“ mit engem Bezug zum Land. OTTO HABSBURG / Kaisersohn war Ehrenbürger in mehreren Gemeinden und Initiator des „Paneuropäischen Picknicks“.

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Otto Habsburg-Lothringen, der älteste Sohn des letzten österreichischen Kaisers, ist am Montag in seinem Haus in Bayern im Alter von 98 Jahren verstorben. Erst im Mai wurde ihm in Güssing der „Europan“ für sein Lebenswerk verliehen.

Den Preis des Europaforums Burgenland nahm damals sein Sohn Karl Habsburg entgegen. Als Ehrenpräsident der Internationalen „Paneuropa-Union“ galt Otto Habsburg als ein „Europapolitiker der ersten Stunde“.

In die Geschichtsbücher ging er als Initiator des „Paneuropäischen Picknicks“ von 1989 ein, als 600 DDR-Bürger die symbolische Öffnung eines Grenztores nutzten, um in den Westen zu flüchten. Dieses Ereignis in St. Margarethen markierte den Fall des Eisernen Vorhangs.

Goldene Hochzeit: Habsburg  feierte am Antauer Hauptplatz

Auch darüber hinaus pflegte Otto Habsburg engen Kontakt zum Burgenland. Gleich in mehreren Gemeinden wurde er zum Ehrenbürger ernannt: in Eisenstadt, Güssing, Rotenturm, Sieggraben und Antau. Auf dem Antauer Hauptplatz feierte Habsburg im Jahr 2001 zudem die goldene Hochzeit mit seiner Gattin Regina, die im Vorjahr verstarb.

Im Burgenland trauern zahlreiche Persönlichkeiten und Wegbegleiter um den verstorbenen Otto Habsburg-Lothringen, der von vielen nicht nur als „überragende Persönlichkeit“ bezeichnet wird, sondern auch als persönlicher Freund.