Erstellt am 30. April 2012, 11:18

Grüne begehen "Tag der Arbeitslosen". Einen Tag vor dem 1. Mai haben die Grünen am Montag zum 15. Mal den "Tag der Arbeitslosen" begangen.

Die Partei drängt unter anderem auf eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und die Valorisierung der Notstandshilfe, erklärten Sozialsprecher Öllinger, der Wiener Grünen-Klubobmann David Ellensohn und die Landtagsabgeordnete Monika Vana beim Arbeitslosenfrühstück vor dem AMS Floridsdorf.

Seit den frühen Morgenstunden bewirteten die Grünen-Mandatare Passanten mit Kaffee und Mehlspeise und Informationen. Gesprochen wurde über den Arbeitsmarkt und den Verdruss über die Politik im Allgemeinen nach den Korruptionsaffären. "Der Tag der Arbeitslosen ist gedacht als Ansage dafür, dass es eine Gruppe gibt, die wenig zu feiern und keine Lobby, keine Interessensvertretung hat", so Öllinger. Ellensohn bekräftigte die Forderung nach einer Anpassung des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe, schließlich seien diese die niedrigsten in Europa.

Vana wies darauf hin, dass in Wien an einer rot-grünen "Green-Jobs-Strategie" gearbeitet wird. Diese sei im Regierungsübereinkommen mit der SPÖ festgehalten, so die Sprecherin für Arbeitsmarkt und Europa. Auch sprach sie sich für die Installierung einer Arbeitslosenanwaltschaft als Interessensvertretung für Betroffene aus.

Ellensohn richtet weitere Forderung an die Bundesregierung, nämlich einen Mindestlohn von 1.300 Euro netto, die Entkoppelung der Notstandshilfe vom Einkommen des Partners sowie die Einführung von Vermögenssteuern. Das Arbeitslosenfrühstück der Grünen fand bereits in den vergangenen Tagen an mehreren Standorten statt.

Am Montagabend wird außerdem noch zur kostenlosen Filmvorführung ins Admiralkino geladen. Gezeigt wird "Der Schnee am Kilimandscharo"über einen Hafenarbeiter in Marseille, der trotz Jobverlusts und Diebstahls seine Ideale nicht verliert.