Erstellt am 23. September 2013, 12:40

Grüne: Energiewende-Feier zu teuer. Am 13. September hat das Land Burgenland mit einem großen Festakt in Gols den Tag der Energiewende gefeiert.

Gols - Die Energiewende im Burgenland ist nun feierlich bekräftigt. Als erste rechnerisch stromautarke Region Europas produziert das Burgenland so viel Strom aus Erneuerbaren Energien, wie landesweit verbraucht wird. Damit nimmt das Burgenland eine Vorreiterrolle in den Bereichen Erneuerbarer Energien und Klimaschutz ein. Gemeinsam mit der burgenländischen Bevölkerung feiern das Land Burgenland, die Regionalmanagement Burgenland GmbH und die Energie Burgenland AG heute die Stromautarkie des Burgenlandes am Golser Volksfestgelände.  |  NOEN
Die Grünen hinterfragen nun die Finanzierung für diese Feier und kündigten am Montag an, eine dementsprechende Anfrage im Landtag einzubringen. "Laut uns zugespielten Informationen lagen die Kosten für die eintägige Veranstaltung bei 300.000 Euro", hieß es in einer Aussendung. Dieses Geld würden die Grünen lieber in die Förderung von Photovoltaik-Anlagen investiert wissen.

Außerdem orten die Grünen einen parteipolitischen Grund hinter den hohen Kosten. Die Veranstaltung sei auf SPÖ-Politiker zugeschnitten worden, "die SPÖ hat sich ihren Nationalratswahlkampf also mit einem sechsstelligen Betrag von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern querfinanzieren lassen".

Fest für alle Burgenländer

SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich erklärte dazu in einer Reaktion: "Der Tag der Energiewende in Gols war ein Fest für die Burgenländerinnen und Burgenländer. 2.000 Menschen, darunter 650 Schülerinnen und Schüler waren bei diesem historischen Festakt dabei."

Vonseiten der Politik seien alle Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung, alle Abgeordneten zum Burgenländischen Landtag sowie alle Bürgermeister ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit eingeladen. "Von den Grünen war trotz Einladung beim Tag der Energiewende in Gols niemand dabei", so Hergovich.

Zum Thema Kosten hieß es vom Regionalmanagement Burgenland auf Anfrage, dass diese fast zur Gänze im Rahmen des EU-Förderprogramms Phasing Out über den Posten Öffentlichkeitsarbeit getragen werden. Die genaue Summe werde in etwa zwei Wochen feststehen. Lediglich die Getränke seien vom Land bezahlt worden.