Erstellt am 21. November 2012, 12:21

Grüne fordern Einkommensgrenze zu Pendlerpauschale. Den Grünen gehen die Reformpläne der ÖVP beim Pendlerpauschale nicht weit genug. Verkehrssprecherin Moser forderte insbesondere mehr Geld für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und Niedrigverdiener sowie eine Einkommensgrenze für Besserverdiener.

Die Regelung "führt ins soziale Out, in den ökologischen Abgrund und den finanzpolitischen Sumpf" kritisierte Moser die aktuelle Pendlerförderung. Moser kritisiert, dass fast ein Viertel der Bezieher des Pendlerpauschale mehr als 50.000 Euro brutto jährlich verdienen. Mit einer Einkommensgrenze von 45.000 Euro würden 150 Mio. Euro frei, die zu Niedrigverdienern und den Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel umverteilt werden könnten, argumentiert Moser. Außerdem bemängelt sie, dass 40 Prozent der Gesamtkosten beim Pendlerpauschale auf Strecken zwischen zwei und 20 Kilometern entfallen würden - das sei eine klassische "Speckgürtelförderung", wo mit Steuergeld die Zersiedelung des städtischen Umlands gefördert werde.

Die Grüne plädiert daher dafür, das Pendlerpauschale künftig kilometergenau abzurechnen und keinen Unterschied mehr zwischen Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen. Wer für seinen Weg zur Arbeit kein öffentliches Verkehrsmittel benutzen kann, erhält derzeit nämlich mehr Geld, als Arbeitnehmer, die ihren Weg zum Job auch öffentlich bewältigen können. Außerdem erhalten sie das Pendlerpauschale erst ab einer Distanz von 20 Kilometern, Autopendler schon ab zwei.

Allerdings spricht sich auch Moser nicht dafür aus, den Öffi-Benutzern mehr Geld zu geben als den Autofahrern. Ihr gehe es darum, die tatsächlich anfallenden Kosten - etwa für eine Jahreskarte - abzugelten.