Erstellt am 19. März 2013, 11:46

Grüne für Untersuchungsausschuss. Burgenlands Grüne fordern in der Begas-Affäre einen Untersuchungsausschuss.

 |  NOEN, APA
Er hege "große Zweifel" an der Darstellung, dass eine Tiroler Firma freiwillig 2,6 Mio. Euro an die Energie Burgenland überwiesen habe - mit der Begründung, man habe in der Vergangenheit große Bargeldbeträge an den Ex-BEGAS-Chef Rudolf Simandl gezahlt, erklärte Landtagsabgeordneter Michel Reimon heute, Dienstag, in einer Aussendung.

"Die Sache stinkt gewaltig nach Schadensbegrenzung und dem Versuch, sich von dubiosen Machenschaften in der Vergangenheit reinzuwaschen", meinte Reimon. Klar sei, dass die Sachlage lückenlos aufgeklärt werden müsse, "es darf nichts unter den Teppich gekehrt werden.“ Die Grünen würden sich seit Jahren dafür aussprechen, dass der Landtag die Möglichkeit haben müsse, sich die Landesunternehmen anzuschauen, so Reimon.

"Ich bin sehr bestürzt und ich verlange völlige Aufklärung", erklärte auch Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) bei einer Pressekonferenz. Es müsse auch klargestellt werden, was außerhalb der BEGAS "gelaufen" sei. Ob Simandl "Geld eingestreift" habe, müssten die Staatsanwaltschaft und die Gerichte klären, meinte Steindl: "Wenn es hier strafrechtliche Dinge gibt, dann müssen die geahndet werden."