Erstellt am 06. Mai 2015, 15:41

von APA Red

Grüne nehmen "Rot-Blau" aufs Korn. "Sind die Roten schon völlig blau?" fragen Burgenlands Grüne auf einem der am Mittwoch in Eisenstadt präsentierten neuen Wahlplakate.

Landessprecherin und Spitzenkandidatin Regina Petrik am Mittwoch (6. Mai 2015) anlässlich der 2. Plakatpräsentation der Grünen zur Landtagswahl in Eisenstadt. Foto: APA/Die Grünen Burgenland  |  NOEN, APA/Die Grünen Burgenland
Im Mittelpunkt der zweiten Plakatwelle stehen neben der Warnung vor einer "rot-blauen Zukunft" spezifisch burgenländische Themen, erläuterte Spitzenkandidatin Regina Petrik.

SP und FP als kuschelnde Stoff-Teddybären

Das Sujet mit zwei aneinandergekuschelten - mit dem Rücken zum Betrachter sitzenden - Stoff-Teddybären in Rot und Blau nimmt eine etwaige Koalition von SPÖ und FPÖ aufs Korn. Weitere Motive zeigen Petrik und den Listenzweiten, Landtagsabgeordneten Wolfgang Spitzmüller.

"Dein Burgenland kann mehr", lautet das Motto, das auf den einzelnen Sujets durch Botschaften wie "drüber reden, statt drüber trampeln" ergänzt wird.

In der zweiten Plakatwelle wollen die Grünen an 760 Stellen in allen Landesteilen knapp 1.500 Plakate affichieren. Mit den Sujets wolle man zeigen, wofür man stehe, zum Beispiel für gutes Essen aus der Region und die Förderung von Kleinunternehmen anstatt jene "rücksichtsloser" Großkonzerne.

Petrik wünscht sich "Aufschrei der SPÖ-Frauen"

"Wir wollen einen neuen politischen Stil, bei dem es ums Zuhören geht und nicht ums Drübertrampeln, was derzeit in der burgenländischen Landespolitik beim Straßenbau oder beim Einstellen von Zügen der Fall ist", so Petrik.

Es geht aber auch darum zu zeigen, was auch noch blühen könne: Das Burgenland solle "nicht zum Versuchslabor für eine Rot-Blaue Koalition herhalten."

Für die Spitzenkandidatin der Grünen ist "völlig unverständlich", dass es im Hinblick auf ein mögliches rot-blaues Szenario "keinen Aufschrei der SPÖ-Frauen" gebe. "Das Frauenbild der FPÖ widerspricht ja allem, wofür sich die sozialdemokratischen Frauen seit Jahrzehnten einsetzen", meinte die Landessprecherin.