Erstellt am 19. Oktober 2012, 12:30

Grüne starteten Listenerstellung für NR-Wahl. Die Grünen haben am Freitag mit der Listenerstellung für die Nationalratswahl 2013 begonnen. Am Abend stand in Bregenz die Bestätigung von Bildungssprecher Walser als Vorarlberger Spitzenkandidat auf dem Programm.

Als Wahlziel nannte Parteichefin Glawischnig am Vormittag zum einen die 15 Prozent-Marke, dringender aber noch sei, "eine neue Mehrheit für Österreich eröffnen zu können".

Glawischnig erklärte, man habe sowohl bei Schwarz-Blau als auch bei Rot-Schwarz gesehen, "was herauskommt". Die Grünen wollten in jene Position kommen, um eine Alternative zu den bisher letzten Koalitionen anbieten zu können. "Selbstverständlich" strebe man in die Regierung, so Glawischnig auf die entsprechende Frage. Ihre Partei habe schon mehrfach bewiesen - sowohl in Oberösterreich als auch in Wien - dass sie in einer Regierung einiges zu bewegen imstande sei. Wenig abgewinnen könnte Glawischnig aber einem Drei-Parteien-Bündnis: "Da bin ich sehr, sehr skeptisch", so die Parteichefin.

Dass nach der Nationalratswahl zahlreiche Kleinparteien im Parlament sitzen und es zu einer Zersplitterung kommen wird, glaubt Glawischnig nicht. "Das BZÖ wird von Stronach inhaliert, es werden noch mehrere wechseln, auch solche, die von ÖVP und SPÖ nicht mehr aufgestellt werden", prophezeite sie.

An SPÖ und ÖVP übte Glawischnig scharfe Kritik an deren Glaubwürdigkeit bzw. Demokratieverständnis. Das Korruptionsthema überschatte alles, gesellschaftlich wichtige Themen wie etwa die Bildung blieben auf der Strecke, sprach Glawischnig von einer "bleiernen Zeit". Sie schließe nicht aus, dass die Koalition nach der Volksbefragung zur Wehrpflicht zerbreche, so die Parteichefin. Sowohl Glawischnig als auch Walser erklärten, die Bürger hätten große Sehnsucht nach Transparenz, Anständigkeit und Sauberkeit.