Erstellt am 01. Dezember 2012, 12:20

Grüne wählen Glawischnig zur Spitzenkandidatin. Eva Glawischnig wird die Grünen erwartungsgemäß als Spitzenkandidatin in die Nationalratswahl 2013 führen. Beim Bundeskongress am Samstag in Linz wurde sie mit 94,02 Prozent der Delegiertenstimmen auf Platz 1 der Bundesliste gewählt. Sie erhielt 220 von 234 abgegebenen Delegiertenstimmen.

Glawischnig kandidiert erstmals auf dieser Position. 2008 war sie mit 83,6 Prozent Stimmanteil Listenzweite gewesen, Spitzenkandidat damals war Alexander van der Bellen mit 84,6 Prozent.

In ihrer Rede ging Glawischnig auf das Parteitagsmotto "Saubere Umwelt - saubere Politik" ein. "Uns Grüne kann man nicht kaufen, nur wählen", sagte sie. Sie hoffe bei der Wahl aus das "beste Ergebnis ever".

Sie betonte außerdem das Eintreten der Grünen für Unbestechlichkeit. "Korruption frisst Zukunft", sagte sie beim Grünen Bundeskongress, denn sie zerstöre das Vertrauen in Politik und Demokratie. Die Grüne Spitzenkandidatin redete einem radikalen Systemwechsel das Wort, der von der Umwelt- über die Bildungs- bis zur Steuerpolitik reichen solle.

Insgesamt werden am Samstag über 14 Plätze auf der Bundesliste abgestimmt, die 232 Delegierten nehmen sich dafür bis zum Nachmittag Zeit. Für Bundeslistenplätze haben sich insgesamt 17 Personen beworben. Platz 2 dürfte voraussichtlich an Vizeklubchef Werner Kogler gehen, Platz 3 an Gabriela Moser. Dahinter beginnt das Gedrängel um die besten Plätze, die im Reißverschlusssystem abwechselnd an Frauen und Männer vergeben werden. Stimmberechtigt sind 232 Delegierte, gewählt wird mit elektronischen Abstimmungsgeräten.

Um die vorderen Positionen matchen sich unter anderen die derzeitigen Abgeordneten Peter Pilz, Karl Öllinger, Christiane Brunner, Helene Jarmer und Bruno Rossmann, Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer, der burgenländische Landtagsmandatar Michel Reimon, der Wiener Bundesrat Marco Schreuder, Volker Plass von der Grünen Wirtschaft oder Anwalt Georg Bürstmayr. Weniger bekannte Namen sind Juliane Alton aus Vorarlberg oder der grüne Bauer Thomas Waitz.