Erstellt am 13. Januar 2014, 12:36

Grüne wollen Schulmodellregionen erleichtern. Die Grünen wollen in der Diskussion um eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen die Einrichtung von Modellregionen erleichtern.

Demnach sollen "größere Regionen oder ganze Bundesländer" als Modellregionen geführt werden können, heißt es in einem Entschließungsantrag, für den sich Grünen-Chefin Eva Glawischnig und Bildungssprecher Harald Walser die Unterstützung anderer Parteien erhoffen. "In der ÖVP ist Bewegung im Gange", meinte Glawischnig am Montag. "Und es lässt sich nicht leugnen, dass diese aus den Ländern kommt, wo es Grüne Regierungsbeteiligungen gibt", verwies sie auf Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Allerdings sei es "bedauerlich, dass sich Bundesparteichef Spindelegger zum Betonierer gemacht und jetzt die Rolle von (Beamtengewerkschafts-Chef Fritz, Anm.) Neugebauer übernommen hat".

SPÖ nutzt Bewegung in der ÖVP nicht

Kritik übte sie auch an der SPÖ: Diese nutze die Bewegung in der ÖVP nicht und vermeide es, die geöffneten Türen weiter aufzustoßen. Gerade jetzt gebe es die historische Chance für eine Weichenstellung im Bildungssystem.

Für Walser wäre die Einrichtung von Modellregionen nicht unbedingt nötig. "Es gibt genug Modellregionen auf der Welt. Wir könnten uns in einen Bus setzen und nach Südtirol fahren oder nach Polen, gar nicht zur reden von den skandinavischen Ländern." Trotzdem befürworte man natürlich die Schaffung von solchen Versuchen.

Für den Entschließungsantrag habe er die Forderungen der Oppositionsparteien im Vorarlberger Landtag zur Errichtung einer Modellregion Vorarlberg übernommen und so formuliert, dass er für alle Bundesländer gilt, so Walser. Es müsse auch nicht ein ganzes Bundesland Modellregion werden, er reiche auch ein großes Gebiet in einem Bundesland.