Erstellt am 13. Januar 2016, 08:48

von Wolfgang Millendorfer

Grundsatzerklärung: Bildung als „Rohstoff“. In seiner Grundsatzerklärung gab Landeshauptmann Hans Niessl einen Ausblick auf kommende Herausforderungen: Der Schlüssel zum Erfolg sei die Bildung.

Chancen und Perspektiven für die Jugend.« Landeshauptmann Hans Niessl bei einem Schulbesuch. Im »Jahr der Bildung« sollen weitere Akzente gesetzt werden. Foto: LMS  |  NOEN, LMS
„Wer in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen will, der braucht bestens ausgebildete junge Menschen. Gute Bildung ist der wichtigste Rohstoff einer modernen Gesellschaft“, gibt Landeshauptmann Hans Niessl die Richtung im „Jahr der Bildung“ vor.

Im Rahmen seiner Grundsatzerklärung präsentierte Niessl gemeinsam mit Universitätsprofessor Markus Hengstschläger Details zum Jahresschwerpunkt.

„Als Bildungsaufsteiger die Qualität ausbauen“

Als „Bildungsaufsteiger“ könne das Burgenland bereits jetzt auf Erfolge blicken, so Niessl: Neben der flächendeckenden Umsetzung der Neuen Mittelschule, verweist er auch auf die bundesweit höchste Maturantenquote von 50 Prozent sowie auf die höchste Betreuungsquote bei Drei- bis Fünfjährigen.

Die Qualität wolle man – vom Kindergarten bis zur Fachhochschule und Erwachsenenbildung – weiter ausbauen. So werden etwa mit dem Pilotprojekt „Schulstart neu“ oder dem Ausbau ganztägiger Betreuungsformen Schüler in jungen Jahren verstärkt gefördert. Die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, so Niessl, laufe in den Modellregionen Güssing und Jennersdorf bereits erfolgreich.

Hand in Hand mit der Bildungsqualität gehe auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft, so Niessl: „Bildung schafft Wissen, Wissen schafft Innovation und Innovation schafft Arbeitsplätze.“ Die Forschungsquote soll entsprechend angehoben werden.



In der Praxis setzt man seitens des Landesschulrates auf zeitgemäße Pädagogik, wie der amtsführende Präsident Heinz Josef Zitz erklärt: „Jedes Kind braucht eine andere Form des Unterrichts.“ Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule werden in der Lehrerausbildung Maßnahmen gesetzt. Thematisch setzt man die Schwerpunkte in den Bereichen sinnerfassendes Lesen, Bewegung und Gesundheit sowie Innovation.

Eine Herausforderung bleibt laut Zitz die Betreuung der Flüchtlingskinder an burgenländischen Schulen. Derzeit werden rund 290 Kinder individuell gefördert. Im Hinblick auf weitere Flüchtlingsströme hofft man nun auf zusätzliche Unterstützung seitens des Bundes.
 


„Jahr der Bildung“

  • Im heurigen „Jahr der Bildung“ wird der Fokus vor allem auch auf wissensbasierte Wirtschaft, angewandte Forschung und Innovation gelegt.

  • Zudem gibt es laufende Investitionen im Bildungsbereich: Im Schulbau werden derzeit rund 111 Millionen Euro investiert .

  • Finanziert von Europäischer Union, Bund und Land steht bis zum Jahr 2020 für das Burgenland ein Gesamtpaket in der Höhe von 2,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Zusätzlich sollen regionale Konjunkturpakete zum Ziel der Vollbeschäftigung führen.