Erstellt am 01. Juli 2011, 13:55

Hacker-Attacken auf Webseiten von SPÖ und FPÖ. Die Webseiten von SPÖ und FPÖ sind in der Nacht auf Freitag von Hackern attackiert worden. Statt der Startseite der SPÖ war über Stunden das Logo der Hackergruppe "Anonymous" zu sehen. Auch die Homepage der FPÖ war wiederholt nicht erreichbar. Im Internet rühmte sich ein angeblicher Österreich-Ableger der Gruppe namens "AnonAustria" des Angriffs. Verfassungsschützer nahmen die Ermittlungen auf.

Die Webseiten von SPÖ und FPÖ sind in der Nacht auf Freitag von Hackern attackiert worden. Statt der Startseite der SPÖ war über Stunden das Logo der Hackergruppe "Anonymous" zu sehen. Auch die Homepage der FPÖ war wiederholt nicht erreichbar. Im Internet rühmte sich ein angeblicher Österreich-Ableger der Gruppe namens "AnonAustria" des Angriffs. Verfassungsschützer nahmen die Ermittlungen auf.

Ein anonymer Anrufer sagte der APA, man wolle auf diese Weise "Regierungen und Banken" angreifen. In einem Twitter-Account von Anonymous hieß es, die FPÖ sei wegen "ihres offensichtlichen Rassismus" attackiert worden. Später wurde eine Presseerklärung veröffentlicht, in der man auch den Angriff auf die SPÖ zu rechtfertigen versuchte. Ihre Aktionen würden nichts Soziales mehr erahnen lassen, die Sozialdemokraten hätten ihren Auftrag vergessen. "Und das wollten wir aufzeigen und werden das auch weiterhin tun", hieß es.

Regierungen und Banken wüssten gar nicht, was auf sie zukomme, hatte "Anonymous" schon vor Tagen getwittert. SPÖ und FPÖ zeigten sich von den Angriffen nicht amüsiert und stellten rechtliche Schritte in Aussicht.

Die SPÖ-Seite war so stark beschädigt, dass teils eine Neuprogrammierung notwendig war, sie war daher auch noch Freitagnachmittag offline. Auch Benutzerdaten wurden gekapert, diese dürften aber zumindest nicht ganz aktuell gewesen seien.

Glimpflicher kam die FPÖ davon. Die Seite war zeitweise nicht abrufbar, doch von einem Überwinden des Sicherheitssystems oder einem Hacken der Inhalte könne keine Rede sein, betonte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. ÖVP, Grüne und BZÖ dürften diesmal von Angriffen verschont geblieben sein.

Laut Innenministerium nahmen die Behörden Kontakt mit den beiden betroffenen Parteien auf. Ob es sich bei den Hackern um Täter aus Österreich handle, konnte ein Sprecher nicht sagen.